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Wenn die Stadt die Kaltmiete erlässt

Spremberg. Zu den Hausaufgaben der Hauptausschussmitglieder über den Sommer gehört die Beschäftigung mit einer Liste von 25 Objekten, die die Stadt Vereinen und Einrichtungen ganz oder teilweise überlässt, ohne Kaltmiete zu fordern. Wie Kämmerin Cornelia Koch mitteilte, leiste die Stadt mit dem Kaltmieterlass verdeckte Zuschüsse von mehr als 300 000 Euro im Jahr. Annett Igel-Allzeit

Die Größenordnung überrascht. Ob künftig Miete gefordert oder die Erkenntnisse in die Bezuschussung der Vereine und Einrichtungen einfließen, wurde noch nicht diskutiert. Um welche Objekte es sich handelt und wo Gebäude ganz, wo nur Räume kaltmietfrei vergeben sind, wurde nur im nichtöffentlichen Teil verkündet. Fest steht für den Hauptausschussvorsitzenden Andreas Bränzel (CDU): "Mit einer Kostenunterdeckung in dieser Größenordnung müssen wir uns auseinandersetzen. Wir wollen niemandem schaden, aber vor allem auch die Allgemeinheit vor Schaden schützen." Nun beschäftigen sich die Fraktionen intern mit den 25 Objekte in Spremberg und sämtlichen Ortsteilen. Bei ihrer Berechnung legt Cornelia Koch eine Kaltmiete von 4,09 Euro pro Quadratmeter zugrunde.