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Welzow
Wirtschaftsprüfer soll in Welzow öfter wechseln

Welzow. Helmut Franz fordert „Verfahrenshygiene“.

(ani) Dass nicht stets die selbe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Jahresabschlüsse des Eigenbetriebes Abwasser Welzow (EAW) prüft, dazu haben sich die Stadtverordneten verständigt. Zwar komme bei der Abschlussprüfung 2017 erneut der Dresdner Wirtschaftsprüfer zum Zuge, der bereits für den EAW arbeitete. Aber aus „verfahrenshygienischen Gründen“, so der Stadtverordnete Helmut Franz (SPD), sollte sich das künftig ändern.

Die Kosten der Jahresabschlussprüfungen muss der Eigenbetrieb tragen. Werkleiter Thomas Werner wollte sparen, indem er Angebote von vier Wirtschaftsprüfungsgesellschaften anforderte. Drei reagierten. Und der bisherige Prüfer konnte das wirtschaftlichste Angebot unterbreiten, da bei den übrigen Prüfern Einarbeitungskosten anfallen. Die veranschlagten Netto-Honorare für die Prüfung schwankten zwischen 7900 und 3900 Euro, hinzu kommen Fahrt- und Nebenkosten von 500 bis 800 Euro.

Längst ist es Praxis, dass Kommunen auch die Prüfung ihrer Eröffnungsbilanzen ausschreiben. „Das Rechnungsprüfungsamt des Spree-Neiße-Kreises schließt die Prüfung unserer Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2011 jedenfalls aus, da es nicht über genügend Kapazitäten verfügt“, kündigt Welzows Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD) die Suche nach einem weiteren Wirtschaftsprüfer an.