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Welzower Einbaum-Nachbau steht ab heute in Ziesar

Der in Welzow entstandene Nachbau eines Einbaums findet nun in Ziesar seinen Platz.
Der in Welzow entstandene Nachbau eines Einbaums findet nun in Ziesar seinen Platz. FOTO: zvg
Welzow/Ziesar. Der in Welzow gefertigte Nachbau des Einbaums von Ziesar wird heute Nachmittag erstmals als Ausstellungsobjekt des Museums Bischofsresidenz Burg Ziesar zu sehen sein. Darauf weist die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH/Kulturland Brandenburg hin. red/js

Das Boot war aus einer zehn Meter langen Eiche von Archäo-Technikern des Archäotechnischen Zentrums Welzow mit historischen Werkzeugen gebaut worden. Diese für Brandenburg einzigartige wissenschaftlich-technische Rekonstruktion eines historischen Wasserfahrzeugs ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg "Handwerk zwischen gestern & übermorgen" in Kooperation mit der Archäologischen Gesellschaft in Berlin und Brandenburg. Bereits im August wurde das Boot bei der Archäotechia auf den Namen "Hodika" getauft.

Am Dienstag traf der Nachbau des slawischen Einbaums auf dem Landweg wohlbehalten in Ziesar wo er auf dem Burghof als ständiges Ausstellungsobjekt zu sehen ist.

Der Einbaum wurde 1936 in Ziesar gefunden und 1939 von der Stadt Ziesar nach Burg ausgeliehen, so die Historiker in Burg Ziesar. Ungeachtet des bestehenden Leihvertrages sei er 1972 ohne Wissen und Genehmigung der Stadt Ziesar ans Kulturhistorische Museum in Magdeburg gegangen und nach einem Gerichtsverfahren ans Land Brandenburg übergeben worden. Mit den Landesarchäologen war verabredet worden, dass Ziesar einen Nachbau des originalen Einbaums erhalten soll. Dieses Versprechen ist nunmehr eingelöst, stellen die Burgherrn von Ziesar zufrieden fest. Die offizielle Übergabe an die Stadt findet heute um 15 Uhr im Rahmen der "Langen Nacht der Museen im Landkreis Potsdam-Mittelmark" statt. Mit dabei sein wird auch Hajo Behnke vom Archäotechnisches Zentrum in Welzow.