Angesichts der anstehenden Entscheidung zum Teilfeld 2 des Tagebaus Welzow-Süd müsse geklärt werden, welche Perspektiven den betroffenen Menschen eröffnet werden können. „Das ist eine Herkulesaufgabe, die die Stadt allein nicht schaffen kann“, sagte Friese. Falls der Wohnbezirk 5, Proschim und der Liesker Weg von der Kohle in Anspruch genommen werden, Friese rechnet in den Jahren 2013/2015 mit einer Vattenfall-Entscheidung, müssten rund 400 Welzower eine neue Bleibe bekommen

„Wir müssen also attraktive und interessante Standorte finden und sie den Menschen anbieten“, sagte der Landrat. Dazu wolle er einen Runden Tisch auf Staatssekretärsebene initiieren, an dem unter anderm auch Vattenfall sitzen solle. Aus seiner Sicht wäre es „eine nachdenkenswerte Variante, neue Ansiedlungsgebiete“ zu finden. Neupetershain käme dafür in Betracht. Die Kommune im OSL-Kreis grenzt direkt an Welzow. „Wir müssen miteinander sprechen und die Vorteile, die das Paket der Ausgleichsmaßnahmen bietet, abwägen“. Neupetershain könnte das benötigte Bauland an die Stadt Welzow verschenken, oder „wir holen Neupetershain in den Spree-Neiße-Kreis“, erklärte Friese. Die außergewöhnliche Situation erfordere ungewöhnliche Maßnahmen. kg