(ani) Der Stadt Welzow sind alle nötigen Aufwendungen zur Sicherung der Rathsburg erstattet worden. Darüber informiert Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD). „Für weitere Arbeiten steht uns noch ein Restbetrag zur Verfügung. Wir klären momentan, welche Arbeiten wir noch ausführen können. Sollten wir uns innerhalb der nächsten zwei Jahre entscheiden, dass vorerst keine weiteren Bauarbeiten am Objekt erfolgen, bekommen wir den Nettobetrag ausgezahlt“, so Birgit Zuchold nach Gesprächen mit dem Versicherungsmakler über das Gutachten.

Die Rathsburg gehört zu den Welzower Gebäuden, die bei einer Brandserie Anfang 2018 stark beschädigt worden waren. In der Nacht zum 18. Februar brannten der Dachstuhl und der markante Eckturm ab. Die denkmalgeschützte Rathsburg steht zwar seit Jahren leer, aber noch im September 2017 hatte sich die Bürgermeisterin über eine Zusatzförderung aus dem Programm „Kleine Städte“ gefreut: 50 000 Euro sollten helfen, die Rathsburg als Wahrzeichen zu sichern und weiter auf Investoren zu hoffen. Erst in der Woche vor dem Brand im Februar 2018 waren Vorrichtungen an der Fassade angebracht worden, um Passanten vor herabfallenden Gebäudeteilen zu schützen.

Noch während zwei inzwischen verurteilte Welzower Brüder als mutmaßliche Brandstifter in Untersuchungshaft saßen, begann das Aufräumen. Schutt und verbrannte Gebäudeteile wurden weggeräumt. Bauarbeiter deckten unter erhöhten Sicherheitsauflagen das Dach provisorisch ab. Und neue Ideen für den Erhalt der Rathsburg wurden auch entwickelt. Die Landschaftsarchitektin Dr. Christine Fuhrmann von der BTU Cottbus-Senftenberg, die mit Kollegen und  Studenten eine neue Landschaft für eine Kippenfläche von 110 Hektar am östlichen Stadtrand von Welzow entwickelt hat, schlug vor, die Rathsburg zur Außenstelle für Forschungseinrichtungen und An-Institute der BTU und zur Wabe für Raumunternehmer zu entwickeln. Im März haben Studenten mehrere Perspektiven für die Rathburg und auch fürs alte Feuerwehrgebäude vorgelegt.