ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:44 Uhr

Bildung
Welzow beantragt Fördermittel für Schulsanierung

Für die Sanierung der Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ hoffen die Welzower auf mehr als drei Millionen Euro Fördermittel.
Für die Sanierung der Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ hoffen die Welzower auf mehr als drei Millionen Euro Fördermittel. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Welzow. Neuer Küchenbereich soll neben der Aula entstehen. Während der Bauzeit wird im Container unterrichtet.

Für die Komplex-Sanierung ihrer Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ hoffen die Welzower auf mehr als drei Millionen Euro Fördermittel. Nach dem Beschluss der Stadtverordneten im Januar hatte die Cottbuser Planungsgruppe Professor Sommer im Mai eine Machbarkeitsstudie vorgelegt. Mit der Miete für den Unterrichts-Container liegen die Gesamtkosten vorläufig bei 4,16 Millionen Euro.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wird ein weiterer Klassenraum entstehen, sodass die Schule künftig elf Klassenräume hat. Die Toiletten werden umgebaut. Neben der Aula entsteht der neue Küchenbereich. Zudem wird das Schulhaus an sämtliche Brandschutz-Forderungen angepasst. So werden Brandwände hochgezogen und die Brandschutztüren erneuert. Geneigte Ebenen, Fußbodenerhöhungen und Rampen werden gemeinsam mit einem Aufzug Barrierefreiheit garantieren. Die Flure bekommen Garderobenschränke. Die Zufahrt zum Schulgelände an der Cottbuser Straße soll verlegt werden – in den Bereich hinter der Bushaltestelle.

Gut abzuwägen war, wie die Kinder und Lehrer durch die zwei Jahre Bauzeit kommen. Abschnittsweise zu bauen, zöge das Vorhaben weiter in die Länge. Für die Bauzeit in die ehemalige Puschkinschule zu ziehen, würde die Stadt mehr als 504 000 Euro kosten, da eine Wiederaktivierung ohne Nachnutzung nicht förderfähig sei. So blieb der Mietcontainer am Grundschulstandort. 5050 Euro netto soll die Miete monatlich kosten – bei 24 Monaten kommt die Stadt so allein bei den Mietkosten auf 121 200 Euro. Zudem soll Unterricht im Hortgebäude ermöglicht werden.

Zwei Fördermittelprogramme, so die Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD), will die Stadt für die Sanierung des Schulgebäudes in Anspruch nehmen: das kommunale Investitionsprogramm (KIP) des brandenburgischen Ministeriums für Bildung Jugend und Sport und das Bund-Länder-Programm Kleinere Städte und überörtliche Zusammenarbeit (KLS). „Aufgrund der komplizierten Förderstruktur sind aktuell drei Millionen Euro über eine Förderung finanzierbar. 1,2 Millionen müsste die Stadt Welzow über zwei Jahre als Eigenmittelanteil aufbringen“, so Birgit Zuchold. Bis zum 30. Juni war der Förderantrag auf den Weg zu bringen. „Ämterübergreifend hat das Rathaus-Team gezeigt, was es drauf hat“, so Birgit Zuchold. Warten, Daumen drücken – und es bleibe eng für die Ausschreibung weiterer Planungsphasen. Die KIP-Förderperiode soll 2020 enden.