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War es der Brandstifter?
Polizei kontrolliert jungen Mann nach neuem Feuer

Welzow. Einsatzkräfte aus Welzow und Drebkau löschten in der Nacht zum Dienstag Flammen auf Gelände in der Bahnhofstraße. Von René Wappler

Die Brandserie in Welzow setzt sich fort. In der Nacht zum Dienstag hat ein Schuppen in der Bahnhofstraße Feuer gefangen. Polizeibeamte kontrollierten kurz danach einen 18-jährigen Mann in der Nähe des Schuppens. Zeugen hatten sie informiert. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass er einen Alkoholwert von mehr als zwei Promille aufwies. Allerdings steht noch nicht fest, dass es sich bei dem jungen Mann um den Brandstifter handelt. Das gibt Torsten Wendt von der Pressestelle der Polizei zu bedenken. Er sagt: „In jedem Fall helfen uns Aussagen von Zeugen aber weiter.“ Es sei für die Polizei wichtig, dass sich aufmerksame Menschen melden, die Hinweise geben können. „Dann können wir auch zielgerichtet handeln“, so Wendt weiter.

Der stellvertretende Bürgermeister von Welzow, Detlef Pusch, erklärt: „Es überrascht mich, dass innerhalb so kurzer Zeit wieder ein Feuer ausgebrochen ist.“ Im Januar war ein leeres Mehrfamilienhaus in Brand geraten, kurz danach ein Schuppen. Am Dienstag der vergangenen Woche brannte kurz nach Mitternacht ein Nebengebäude in der Brandenburger Straße. Um 5.20 Uhr fing am gleichen Morgen ein Schuppen in der Bahnhofstraße Feuer. Detlef Pusch sagt: „Wir gehen auch im jüngsten Fall von Brandstiftung aus.“

Der Schuppen in der Bahnhofstraße ging ebenfalls kurz nach Mitternacht in Flammen auf. Die Welzower Feuerwehr registrierte den Alarm um 1.14 Uhr. Das berichtet Stadtbrandmeister Bernd Aßmus. 21 Feuerwehrleute aus Welzow und Drebkau waren im Einsatz. Sie begaben sich mit sieben Fahrzeugen zum Brandherd. „Das Feuer hatte sich schon durch das Dach gefressen“, sagt Bernd Aßmus. „Die Schuppen daneben waren ebenfalls betroffen.“ Er spricht von einem schwierigen Einsatz. So mussten die Feuerwehrleute Müll entfernen und das Dach öffnen, um an die Brandherde zu gelangen. „Die Sicherheit spielt für uns gerade bei Minusgraden eine große Rolle“, erläutert Bernd Aßmus. „Wir wollen nicht riskieren, dass jemand im Einsatz am Brandort aufgrund der Glätte ausrutscht.“ Gegen 3.45 Uhr war das Feuer gelöscht.