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| 16:52 Uhr

Welzow
Idee aus Welzow geht zum Landrat

Welzow. Stadtverordneter empfiehlt Spree-Neiße Gespräche mit Oberspreewald-Lausitz.

Die Zweigstelle der Kfz-Zulassungsstelle Spree-Neiße in Sellessen ist seit dem 4. Dezember geschlossen. Das große Schild am Gebäude hat der Landkreis entfernen lassen, die Stuhlreihen im Wartebereich sind weg. Nur die weiße Wand, die die Schalter vom Wartebereich trennte, steht noch. Eine Absperrung verbietet den Zutritt zum Gelände. Doch während der Landkreis mit Cottbus klären will, ob in der kreisfreien Stadt künftig Kfz-Zulassungen für Bürger aus dem Kreisgebiet bearbeiten werden könnten, überrascht die Welzower Stadtfraktion CDU/Grüne Zukunft Welzow mit einem Antrag: Für eine neue Zweigstelle schlägt sie den einstigen Lebensmittelladen der Familie Wallner in der Jahnstraße in Welzower vor – und erntet Zustimmung weiterer Stadtverordneter. Gebhard Schulz (Zukunft Welzow Proschim): „Wenn wir es nicht probieren, bekommen wir auch nichts.“ Sein Fraktionskollege Ralf Paulo nickt: „Nach Forst ist es für uns ein Riesenweg.“ Aus seiner Sicht bemühe sich Spremberg zu wenig darum, die Zulassungsstelle für die Bürger zurück zu holen. „Versuchen wir es. Das kann uns nicht schaden.“

Helmut Franz (SPD), der für die Welzower im Kreistag sitzt, plädiert für eine Lösung mit Cottbus –  im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit.  Ideal wäre, so Carsten Paulisch (SPD), wenn Spree-Neiße auch mit Oberspreewald-Lausitz spricht. Die 30 Kilometer zur Zulassungsstelle Calau wären kürzer als die 50 Kilometer nach Forst.

Günter Jurischka (CDU) betont, dass es vor allem um die seit Jahren leer stehende Immobilie der Familie Wallner in Welzow gehe. Ulrich Wallner im Publikum will die Konditionen zu seinem Objekt nachreichen. Samt dieser Angaben wird Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD) den Antrag der Welzower beim Landrat einreichen.

Die Immobilie in Sellessen will der Inhaber aus dem Raum Stuttgart für knapp 180 000 Euro verkaufen und versteht nicht, warum sich der Kauf für den Landkreis nicht lohnt. Die Kreisverwaltung hatte sich 2016 für ein Ende des Mietverhältnisses entschieden, um Kosten zu sparen.