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Spremberg
Weitere Zuschüsse für vier Spremberger Sportvereine

Sprembergs Sportvereine freuen sich über die Unterstützung der Stadt: v. l. Bernd Wuschech, Dietmar Taubert, Christine Herntier, Matthias Koch, Hubert Benusch und Frank Kulik.
Sprembergs Sportvereine freuen sich über die Unterstützung der Stadt: v. l. Bernd Wuschech, Dietmar Taubert, Christine Herntier, Matthias Koch, Hubert Benusch und Frank Kulik. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Spremberg. Stadt setzt auf soziale Bindung und sichert für fünf Jahre insgesamt 642 000 Euro zu. Annett Igel-Allzeit

Die Stadt Spremberg setzt auf die soziale Bindung der Mitglieder der Sportvereine und sichert Zuschüsse von 128 400 Euro im Jahr zu. Ob es um die Tennisanlage an der Drebkauer Straße, das Bootshaus und Turnhalle in der Karl-Marx-Straße der SG Einheit geht, um die Sportstätten des Vereins Blau-Weiß 07 im Heidefrieden, des  FSV 1895 im Bergmannsweg und des Spremberger Sportclubs 1896 im Hubertusweg: Die Vereine, so Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos), können ihre Objekte viel effektiver und kostengünstiger allein bewirtschaften und unterhalten, als die Stadtverwaltung das vermag.

in den 1990er-Jahren beziehungsweise zum Beginn des Jahrtausends hatten die Vereine die Sportobjekte in ihr Eigentum übernommen. Muss in die Gebäude und Anlagen investiert werden, planen sie das eigenständig und setzen die Vorhaben auch um. Längst sind die Gebäude nicht mehr nur Sportstätten, sondern sie haben sich in den Orts- und Stadtteilen zu soziokulturellen Begegnungsstätten entwickelt. Die SG Einheit ist stolz auf das Bootshaus, will es erhalten und  plant deshalb einen neuen Komplettanstrich. Aber auch die Außenfassade der Turnhalle müsse saniert und das Dach im Tennisheim isoliert werden, zählt  Vorsitzender Dietmar Taubert auf.

Blau-Weiß plant unter anderem ein Blockheizkraftwerk für ein energieeffizienteres Heizen, wie Vorstandvorsitzender Matthias Koch, mitteilt.

Für den FSV ist der Erhalt der Rasenfläche ein Kraftakt, eine Bewässerungsanlage sei erforderlich, so Bernd Wuschech.

Auch beim SC, so Hubert Benusch, seien die Beregnungsanlage und die Heizung in die Jahre gekommen.

 Weil das mit Mitgliedsbeiträgen und Sponsoren, die mit Geld und Handwerksleistungen helfen, allein nicht zu schaffen ist, versucht die Stadt trotz der Haushaltsprobleme, die Vereine weiter zu unterstützen. Am 6. Dezembger haben die Stadtverordneten einstimmig eine weitere Bezuschussung der SG Einheit, des FSV, des SC und für Blau-Weiß beschlossen. Von 2018 bis 2022 darf der FSV jährlich mit 21 400 Euro rechnen, der SC mit 26 000 Euro, Blau-Weiß mit 30 000 Euro und  die SG Einheit, die drei Objekte hat, mit 51 000 Euro im Jahr. Das soll helfen, Betriebskosten sowie Kosten für Personal, Werterhaltung und Investitionen zu decken. „Schließlich entlasten die Vereine mit ihrer Objektunterhaltung auch den kommunalen Haushalt“, sagt Bürgermeisterin Christine Herntier und erklärt: „Sozial und in der der Gesundheitsvorsorge leisten die Vereine so viel. Und sportliche Erfolge sorgen zudem für eine positive Auswirkung unserer Stadt.“

1130 Miitglieder, so Vizebürgermeister Frank Kulik, seien in den vier Vereinen organisiert. Die Vorsitzenden freuen sich über die gesicherte Unterstützung der Stadt. Hubert Benusch weiß, dass das nicht in allen Kommunen im Land Brandenburg so ist: „Manchmal bitten mich  die Spieler, dass wir dieser oder jener Mannschaft lieber ein zweites Heimspiel bei uns anbieten – angesichts der Duschen der Gastgeber. Wir haben es wirklich gut.“