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Weile statt Eile gilt beim Beschluss über Friedhöfe

Der Waldfriedhof als größte Anlage dieser Art in der Stadt beherbergt bei einer Gesamtfläche von 47 694 Quadratmetern nur noch 6500 Quadratmeter an Grabstätten.
Der Waldfriedhof als größte Anlage dieser Art in der Stadt beherbergt bei einer Gesamtfläche von 47 694 Quadratmetern nur noch 6500 Quadratmeter an Grabstätten. FOTO: wr
Spremberg. Kommt Zeit, kommt Rat: An dieses Motto wollen sich die Fraktionen der Stadt Spremberg im Gespräch über die Zukunft der Friedhöfe halten. Zumindest haben sich darauf am Montagabend die Mitglieder des Bauausschusses verständigt. René Wappler

Zwar liegt ihnen schon das Konzept aus dem Rathaus vor, das wegen vieler freien Flächen dafür plädiert, manche Friedhöfe langfristig zu schließen. Doch statt schnell zu einem Beschluss zu kommen, wollen sie alle möglichen Varianten besonnen abwägen - was bis zum Ende des Jahres 2017 dauern könnte.

So sagt der Bauausschuss-Vorsitzende Peter Reininger (CDU): "Bei den vielen Einwänden der Ortsbeiräte gehört ein wenig Ruhe in die Beratung." Vielleicht helfe es, wenn jede Fraktion ihre Hinweise zusammenfasse, um sie ans Rathaus weiterzuleiten.

Der Ortsvorsteher von Sellessen, Hardy Kordian (SPD), erklärt: "Gut, dass wir noch nichts beschließen."

Ihm pflichten Elke Franke und Ilona Schulz (Die Linke) bei. Auch sie sprechen sich für dafür aus, noch einmal über das Konzept zu diskutieren.

Für die Fraktion der Nächsten Generation sagt Claudia Noack: "Das Schließen von Friedhöfen kommt für uns nicht in Frage, weil sie zur Identität der Ortsteile gehören."

Fachbereichsleiter Gerd Schmiedel versichert: "Wir wollen nichts übers Knie brechen, sondern auf lange Sicht ein vernünftiges Ergebnis finden."