Günter Mrosk lebt seit dreieinhalb Jahren allein. Der 89-Jährige fand ein paar Stunden Ablenkung bei einer Veranstaltung, die in Spremberg schon eine lange Tradition hat. Seit 27 Jahren werden in der Stadt zu Heiligabend die eingeladen, die das Fest nicht allein verbringen möchten.

Fast 70 Gäste waren es diesmal, am 24. Dezember 2019, die an den liebevoll dekorierten Tischen im Gemeindehaus der evangelischen Kreuzkirche Platz genommen hatten. Die Stadt Spremberg und die Örtliche Liga, ein Zusammenschluss sozialer Verbände, Institutionen und Kirchen, organisieren diese Veranstaltung. Bürgermeisterin Christine Herntier eröffnete den Nachmittag.

Einladungen gibt es nicht, wer kommen mag, der kann kommen, so Christina Bieder, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt.  Am Nachmittag halfen Alexander Fritzke, Monika Wagschal, Heidi Lohr, Ulrike Meyer, Birgit Kamenz, Ina Thomas, Kerstin Krautz, Brigitte Zschau, Ina Schieke und Sohn Sebastian und auch Siemon Bienstmann mit Bruder Johannes.

Heiligabend 2019 in Spremberg: Gemeinsam statt einsam

Sie alle sorgten dafür, dass es den Gästen an nichts fehlte. Chorleiterin Ramona Pietkiewicz stellte mit ihren Sängerinnen und Sängern ein musikalisches Weihnachtsprogramm zusammen. „Längst ist dieser Auftritt des Spremberger Stadtchores für unsere Mitglieder zu einer Herzenssache geworden“, sagte Ramona Pietkiewicz. Vorab hatten Schüler der Klasse 3b der Kollerberg-Grundschule für die Veranstaltungsteilnehmer liebevoll Weihnachtskarten und kleine Glaskugeln gebastelt