Damit sichert sich das Amt weitere Zahlungen aus dem Ausgleichsfonds des Landes Brandenburg. Der GWAZ soll den Eigenbetrieb Abwasser und die Trinkwasser GmbH ab April führen. Über die Sanierungszeit versuche die GWAZ, Preise und Gebühren nicht zu erhöhen, sondern „die Potenziale zur Kostendeckung zu nutzen“ , versicherte GWAZ-Chef Wolfram Nelk.
Bei der Vereinbarung gehe es nicht darum, die Abwasserentsorgung an Dritte zu delegieren, erklärte Amtsdirektor Werner Guckenberger (parteilos). Vielmehr würden die Mitarbeiter weiter beschäftigt. Lediglich drei Mitarbeiter, darunter der derzeitige Geschäftsführer, gingen im Frühjahr in Ruhestand. Guckenberger betonte, dass der Beschluss notwendig sei, um auf Liquiditätshilfe für die Gemeinde Tschernitz und die Stadt Döbern zu drängen. Insgesamt seien 894 000 Euro beantragt.
Nelk zufolge wird bis Mitte Februar der technische Zustand der Netze und Anlagen geprüft. Analysiert werde auch, ob die Gebühren kostendeckend sind. Danach werde ermittelt, welcher Finanzanteil vom Land kommen müsse, so Nelk. Der Zeit- und Maßnahmenplan solle dem Amtsausschuss zum Beschluss vorgelegt werden. Das finanzielle Engagement des Landes sei dann verbindlich, sagte Nelk. Der Wolfshainer Bürgermeister Dirk Eidtner (Freie Wähler) sprach sich für die Vereinbarungen aus, um das Schuldenproblem des Eigenbetriebes in Ordnung zu bringen.
Bei einem jährlichen Umsatz von elf Millionen Euro versorgt die GWAZ laut Wolfram Nelk rund 38 000 Einwohner. Die Abwasserverbände Schwielochsee/Tauche sowie Friedland/Lieberose/Tauche habe der Verband bereits erfolgreich saniert. Die anfänglichen Sanierungsgespräche der Döberner mit dem benachbarten Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband seien dagegen ins Leere gelaufen, so Amtsdirektor Guckenberger. (fm)