ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:39 Uhr

Spremberg
Vom Waldumbau zum Bienenjahr

Spremberg. Die Themenvielfalt zum 10. Spremberger Wasser- und Naturschutztag ist gesichert.

Der Wald und sein Umbau sind Schwerpunkt des Wasser- und Naturschutztages am Samstag, 15. September. Doch das schließt Gespräche über den aktuellen Zustand der Spree, Altlasten wie die Kohletrübe in der sächsischen Nachbargemeinde Spreetal oder zur Nabu-Aktion „Blumenwiese“ keineswegs  aus. Denn auf dem Programm des Wasser- und Naturschutztages stehen auch ein Podiumsgespräch und eine Fragestunde für die Bürger, wie Wieland Böttger, der Vorsitzende des Regionalverbandes, ankündigt.

Mehrere Mitglieder des Naturschutzbundes sind auf Spezialthemen vorbereitet. So wird Wolfgang Jahn, der die Spremberger im Aktionsbündnis „Klare Spree“ vertritt, fit zur braunen Spree sein. Über seine Tierbeobachtungen rund um Spremberg kann der Fotograf Lennert Piltz Fakten und Anekdoten liefern. Informationen zum Bienenjahr 2017/2018 bringt Rüdiger Herz vom Spremberger Imkerverein mit. Zu den aktuellen Artenschutzprogrammen, so Wieland Böttger, gebe er gern selbst Auskunft. Und Bernd Schmied, Verbandsvorsteher des Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes (SWAZ), hat die Güte des Trinkwassers im Blick.

Der Spremberger Regionalverband des Naturschutzbundes, der im Vorjahr seinen zehnten Geburtstag gefeiert hatte, veranstaltet den Wasser- und Naturschutztag gemeinsam mit dem SWAZ zum zehnten Mal. Vorträge gab es in all den Jahren zu vielen Themen: Zur Rekultivierung im ehemaligen Tagebau Welzow-Süd wurde mehrfach berichtet, die Probleme mit Windrädern erörtert und die Stickstoffflut im Boden besprochen. Die Pflege und Entwicklung des Stadtgrüns war dem Nabu einen Vortrag wert. Die Sanierung der Talsperre war Thema. Die Wölfe spielten mit, und auch die Routen der Störche wurden verfolgt. Der SWAZ erklärte die möglichen Gefahren fürs Trinkwasser. Zur Spree mit dem Eisenhydroxid und dem Sulfat holten sich die Spremberger mehrfach Experten in die Slamener Kuthen.

Sebastian Freiherr von Rotenhan, Waldbesitzer in Döbern-Land, hat sich für den 15. September nicht lange bitten lassen. „Der Vorsitzende Wieland Böttger hat mich gefragt, warum mein Wald so anders aussieht als die trockene Kiefern-Mono-Kultur rundherum. Das will ich am Samstag erläutern“, so der Freiherr. Seit 18 Jahren bewirtschaftet er Wald bei Reuthen, Bohsdorf, Friedrichshain. Und neben seinem Förster und Verwalter Frank Hartig sind ihm die Eichelhäher die wichtigsten Helfer. „Ich werde am Beispiel des Muskauer Faltenbogens zeigen, dass es gar nicht so viel Zeit braucht, einen gesunden Mischwald zu entwickeln. Und dass es auch nicht viel Geld kostet.“

Fürs Podiumsgespräch wurde der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Schulze (CDU), selbst Nabu-Mitglied, gewonnen. Er hatte zu Graugänsen promoviert und ist nun als Bundestagsabgeordneter unter anderem Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Das Thema, zu dem sich am Samstag die jüngere Generation der Naturschützer mit ihm unterhalten will, ist „Naturschutzarbeit im Deutschen Bundestag zu Arten- und Landschaftsschutz“.

Die Bürgerfragestunde zu Natur- und Wasserschutz beginnt gegen 12.45 Uhr. Aktuell kümmert sich der Nabu-Regionalverband um Naturschutz im Ortsteil Hornow, der ein naturnahes Dorf werden will. Der Wiesenteich Cantdorf wird mit der Stadt aufgewertet. Gemeinsam mit dem Cantdorfer Ortsbeirat soll zudem auf dem Friedhof des Ortsteils mehr für die Artenvielfalt getan werden – mit Fledermausquartier, Blumenwiese und einer sinnvollen Bepflanzung der Freiflächen. Und in Zusammenarbeit mit dem Bergbaubetreiber Leag wird das Schwalbenprogramm im Raum Terpe erweitert.