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Wasser-Stau bereitet Anwohnern Sorgen

In der Waldsiedlung in Bräsinchen gibt es Probleme mit dem Gefälle des Schettkagrabens: Martina Exler (l.) versucht mit Heike Döbberthin den Lichtschein im Rohr zu fotografieren, Jennifer Herkula und Ulrich Fehlig warten auf das Ergebnis.
In der Waldsiedlung in Bräsinchen gibt es Probleme mit dem Gefälle des Schettkagrabens: Martina Exler (l.) versucht mit Heike Döbberthin den Lichtschein im Rohr zu fotografieren, Jennifer Herkula und Ulrich Fehlig warten auf das Ergebnis. FOTO: Annett Igel-Allzeit
Neuhausen/Spree. Heinz Janke hat ein Foto dabei. So hoch habe das Wasser an seinem Bungalow in der Großen Waldsiedlung in Bräsinchen gestanden. ani

Seit Jahren ist er deshalb unruhig. "Befreien Sie mich von den schlaflosen Nächten", bittet er Ulrich Fehlig, Verbandsingenieur des Gewässerverbandes Spree-Neiße, und Jennifer Herkula von der Gemeindeverwaltung Neuhausen/Spree.

Der Schettkagraben wird aus den Schnittke-Teichen gespeist und zieht sich an den Gärten und Bungalows vorbei zur Hauptstraße. Eine Holzung entlang des Grabens hat jüngst stattgefunden. Heinz Janke ist froh, dass er die Fachleute vom Wasserverband, der Unteren Wasserbehörde sowie der Unteren Naturschutz-, Jagd- und Fischereibehörde vom Versammlungsteil der Gewässerschau gleich zum Schettkagraben holen konnte. Nachbarn grüßen freundlich: "Kümmert ihr euch um unseren Graben?" An der Stelle, die Heinz Janke Sorgen bereitet, fließt das Wasser in eine Kurve und unter dem Weg durch ein Rohr. Zu tief scheint der Graben vorm Rohr, zu hoch staut das Wasser, wenn zu viel davon kommt. Nach Versuchen mit einem Stöckchen sehen Fehlig und Verbandstechnikerin Martina Exler, dass das Wasser fließt. Fehlig will trotzdem einen kleinen Bagger schicken. "Ist der Wasserstand im April/Mai niedriger, schauen wir ins Rohr", verspricht er Janke.

Ortsbeiräte und Landwirte aus den Ortsteilen der Gemeinde Neuhausen/Spree tragen ihre Probleme mit Gewässern II. Ordnung vor. Einige Probleme mit der Straßenentwässerung wie zwischen der Milchrampe und Bushaltestelle in Neuhausen und an der L 48 in Gablenz will Ulrich Fehlig der Straßenmeisterei und dem Landesbetrieb für Straßenwesen melden. Hinweise zu dringend nötigen Holzungen und Grabenberäumungen nimmt er mit - und auch das Lob der Bürger, dass übers Jahr oft ein Anruf beim Verband genüge. 1000 Kilometer Gewässer habe der Verband zu betreuen, sagt Geschäftsführer Silvio Alich. Und in der Gewässerschau in der Gemeindeverwaltung Neuhausen/Spree kamen wieder einige Meter dazu, weil ein Graben bei Roggosen bis gestern nicht kartiert war. Besichtigt wurden am Mittwoch noch der Graben hinterm Koppatzer Spielplatz und alternde Grabenuferplatten auf einem Grundstück in Kahsel. Zur Entschlammung ihres Dorfteiches, der auch Löschteich ist, nahmen die Gablenzer Tipps mit.