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| 01:02 Uhr

„Was damals passiert ist, das geht uns alle an“

Spremberg.. Der 60. Jahrestag der Befreiung des Todeslagers Auschwitz war gestern auch in Spremberg Anlass für stilles Gedenken an die Opfer des faschistischen Terrors. Foto: Thoralf Schirmer

Kränze wurden sowohl am Mahnmal für die Opfer des Faschismus auf dem Georgenberg als auch am Gosda-Gedenkstein auf dem Waldfriedhof niedergelegt.
Vor allem politische Verantwortungsträger und ältere Menschen, die das Kriegs- und Nachkriegsleid noch aus eigenem Erleben kennen, bildeten den Trauerzug auf dem Georgenberg. Darunter auch Harry Hartung, der selbst im KZ Dora-Mittelbau interniert gewesen war. „Was mir große Sorgen bereitet, das ist die neue Situation, die durch das Wahlergebnis in Brandenburg und Sachsen entstanden ist, die Art und Weise wie rechte Parteien wie die NPD wieder umgehen können, ohne dass es Konsequenzen hat“ , sagte er der RUNDSCHAU am Rande der Kranzniederlegung auf dem Georgenberg, an der nur wenige Besucher aus der Spremberger Bevölkerung teilnahmen. Die einzigen anwesenden Jugendlichen waren Martin (23) und Danny (18) vom Weskower Jugendklub Wesel. „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, herzukommen und der Opfer zu gedenken“ , sagt Martin. „Was damals passiert ist, geht uns alle an.“ (thr)