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Warum sollte eine Spreenixe nicht 45 sein?

Steffi Hergert.
Steffi Hergert. FOTO: mat1
Spremberg. Einmal Spreenixe, immer Spreenixe? Im Januar 2017 durfte Steffi Hergert ihr Nixenkleid noch einmal tragen - auch wenn die Amtszeit der 39-Jährigen in den Jahren 2012/2013 lag. Die Spremberger "Nixen-Schneiderin" Petra Höwt gestaltete in der Messehalle Cottbus vor der Schneiderinnung eine Modenschau. Martina Arlt / mat1

So zeigten sich noch einmal fünf Nixen in ihren schönen Kleidern. Ansonsten verschwindet das Nixenkleid auch bei Steffi Zuhause im Kleiderschrank. Der Nixenbikini wurde einmal zum 24-Stunden-Schwimmen in ihrer Amtszeit der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Sakura-Fitnesstrainerin verfolgt aber natürlich auch jedes Jahr die Nixenwahl in der Stadt. Am kommenden Sonntag wird während des Spremberger Heimatfestes die nächste gekürt. Sie selbst hatte noch zwei Konkurrentinnen bei der Wahl. Da es nun im Laufe der Zeit nicht mehr so viele Bewerber für dieses Amt gibt, hatten nun Nixen teilweise auch bereits für zwei Jahre das Ehrenamt inne. "Ich bin eigentlich ein Verfechter für zwei Jahre. Oft doppeln sich Einladungen an Wochenenden und so könnte man die eine oder andere Veranstaltung dann im zweiten Jahr besuchen. Auf jeden Fall ist man nach diesem Jahr redegewandter und selbstsicherer geworden. Es ist schade, dass sich in diesem Jahr nur eine Nixe gestellt hat", so Steffi Hergert. "Natürlich würde jede Spreenixe dieses Amt noch einmal übernehmen, da es viele schöne Momente gab. Doch das gewissen I-Tüpfelchen würde dann bei einer Wiederholung fehlen. Die Stadt zu präsentieren, diese Rolle habe ich schon ernst genommen, das war die Botschaft. Ich hatte manchmal einen Hefter im Gepäck, um zu den kulturellen Höhepunkten die richtigen Daten der Stadt überbringen zu können."

Und trotzdem erinnert sie sich gern daran: "Man lernt in so einem Jahr sehr viel kennen, man nimmt viele Einladungen wahr, die sich sogar oft überschneiden. Man trifft Menschen mit unterschiedlichsten Charakteren, man bekommt Einblicke in Einrichtungen und Vereine, die man sonst nie kennengelernt hätte." Doch man muss wirklich dahinter stehen und viel Zeit zusätzlich investieren - selbst wenn es nur die Frisur ist, die vor jedem Auftritt sitzen muss. Gern besuchte sie in der Stadt auf Wunsch Veranstaltungen. Dazu gehörten Seniorennachmittage, ein Fest in der Kita "Hummelnest" oder der Vorlesetag "Ich schenk dir eine Geschichte" in der Bibliothek, den sie bis heute noch begleitet, zu ihren Auftritten. Auch beim Pumpschen Sommerkarneval marschiert sie jedes Jahr im Schwimmbad mit ein.

Eine Nixe, so ist die 39-Jährige überzeugt, muss nicht jung sein. Es könnten auch Bewerber bis 45 Jahre sein, die bereits Lebenserfahrung mitbringen. Nicht immer nur müssten es junge Leute sein, die oft dann nach der Berufsfindung auch die Stadt verlassen.

Zum Thema:
Die 19. Spreenixe wird erstmals zum Heimatfest gekürt. Diese Zeremonie findet am Sonntag (um 16.30 Uhr auf der Marktplatz-Bühne statt. Anschließend flaniert sie durch die Innenstadt.