Peter Rabe - einst Bürgermeister der Gemeinde Reuthen, jetzt Bürgermeister der Gemeinde Felixsee - hatte grundsätzlich kein Problem damit. Er nutzte Mekelburgs Anfrage aber als Stichwort für einige Ausführungen. Rabe weiß, dass durch die Klage Reuthens ein einstweiliger Rechtsschutz zu beachten ist, demnach sind Beschlüsse, die die Gemeinde belasten und nicht mehr rückkehrbar sind, zu unterlassen. Bisher, so Rabe, habe Reuthen kein Problem damit, wieder auszusteigen. „Ich verfolge aber genau, was im Fall Kiekebusch, Groß Gaglow und Gallinchen gegen Cottbus passiert. Schaffen es diese großen und reichen Gemeinden nicht, dann kann Reuthen erst recht einpacken.“ Rolf Müller, Gemeindevertreter aus Friedrichshain, bat darum, Mekelburgs Anfrage nicht falsch zu verstehen: „Wir wollen keinen Misstrauensantrag gegen Peter Rabe stellen. Er ist ein guter Bürgermeister für Felixsee. Er kommt in die Ortsteile. Das rechnen wir ihm hoch an. Andreas Paul Mekelburg möchte nur immer gern viel wissen.“
Amtsdirektor Werner Guckenberger, der an der Sitzung teilnahm, bestätigte, dass Rabe als Bürgermeister von Felixsee gehen muss, wenn Reuthen die Gemeinde verlässt. „Dann werden die Karten neu gemischt - in Reuthen und in Felixsee.“ Aber schon wegen der geringen Einwohnerzahl glaubt Guckenberger nicht daran, dass Reuthen in die Eigenständigkeit zurückkehrt. Ärgerlich nur, dass es so lange dauert mit der gerichtlichen Entscheidung. Guckenberger: „Die Mühlen in Potsdam mahlen fein aber langsam.“