Meine Kinder gehören beide dem Karateverein an."Jens Roth (46), Maurer, wohnt seit 24 Jahren in Alt Welzow: "Weil ich meine Arbeitsstelle vor der Nase habe, das ist schon einmal etwas sehr Wichtiges in der heutigen Zeit. Es ist fast wie auf einem Dorf, ruhig eben. Gern schwinge ich mich auf mein Fahrrad, denn es gibt sehr schöne Radwege. Ich würde gern hier bleiben wollen und ich hoffe, dass der Tagebau nicht kommt. Manche Einwohner haben allerdings schon Pläne, sollte der Tagebau doch kommen." Roland Schäfer (49), Vulkaniseur, hat über 20 Jahre in Alt Welzow gewohnt, jetzt in der Neuen Heide: "Weil es für uns als Kinder damals eine wunderbare Wohngegend war, es war eine schöne Zeit. Wir ließen Drachen steigen und fühlten uns in der dörflichen Gegend wohl. Nach der Wende hat sich in Alt Welzow einiges getan, wenn ich an die Verlegung der Kanalisation und auch an den Straßenbau denke. In der Waisenhausstraße wurden die Häuser saniert. Gern fahre ich mit dem Fahrrad in Richtung Lieske, Geierswalde - 60 Kilometer pro Tag. Der Karnevalsverein bringt heute noch etwas Leben nach Alt Welzow, ins Kulturhaus. Ansonsten fehlt hier der Schwung, das muss ich schon sagen." Regina Pfeiffer (69), Rentnerin, wohnt seit vier Jahren in Alt Welzow: "Vor vier Jahren wurden wir aus Haidemühl umgesiedelt und wir haben uns entschieden, unser Haus in Alt Welzow zu bauen. Unser Sohn wohnt in Welzow, wir haben hier einen großen Bekanntenkreis. Ich arbeite immer noch bei den Proschimer Landfrauen mit. Es ist für uns eine gewohnte Umgebung, uns gefällt es hier." Umfrage und Fotos: Martina Arlt