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| 15:56 Uhr

Kreismeitserschaft der Jugendfeuerwehren
Vorbereitung für den Ernstfall

Die Teammitglieder der einzelnen Jugendfeuerwehren kämpfen um die besten Zeiten bei den Stafetten.
Die Teammitglieder der einzelnen Jugendfeuerwehren kämpfen um die besten Zeiten bei den Stafetten. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg. 22 Jugendteams wetteifern bei Kreismeisterschaft im Feuerwehrsport in Spremberg. Neben dem Spaß ist es am Ende eine Vorbereitung auf den Ernstfall. Von Anja Guhlan

Ein Großaufgebot von Feuerwehrfahrzeugen überflutete den Bereich um den Spremberger Sportplatz an der Drebkauer Straße. Schnell werden am Samstagmorgen noch die letzten organisatorischen Absprachen getroffen. Für den Tag ist ein straffer Zeitplan vorgesehen, denn die Kreismeisterschaften der Jugendfeuerwehren des Landkreises Spree-Neiße sollen zügig über die Bühne gehen.

Pünktlich um 9 Uhr begrüßen  der Kreisjugendfeuerwehrwart Christian Rösiger, die stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwartin Anja Lehmann und der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Spremberg, Frank Kulik, die angetretenen 22 Mannschaften aus dem gesamten Landkreis Spree-Neiße  und wünschten ihnen einen fairen und unfallfreien Wettkampf.  „Möge der Beste gewinnen“, lautete das Schlusswort vieler Ehrengäste.

Mit wie viel Freude und Ehrgeiz die Mannschaften der vier Altersklassen dem Feuerwehrsport frönen, das zeigte sich am Samstag  bei dem rund fünfstündigen Wettkampfmarathon. „Viele Jugendliche kennen das Prozedere bei diesen Wettkämpfen bereits und freuen sich meist auf die Wettstreite“, erklärt Christian Rösiger. So gibt es bei der Kreismeisterschaft, die alle zwei Jahre stattfindet, wieder drei Disziplinen in vier Altersklassen: die Feuerwehrstafette, die Gruppenstafette und den Löschangriff Nass.

Während bei  der Gruppenstafette auf dem kleineren Hartplatz technische Aufgaben wie das Kuppeln, das Knotenbinden oder das Unterqueren eines Hindernisses in einem Team auf Zeit überwunden werden müssen, treten parallel Mannschaften bei der 5 x 80 Meter-Feuerwehrstafette an. Hier müssen jeweils fünf Feuerwehrsportler eines Teams eine insgesamt 400 Meter lange Laufstrecke mit Hindernissen überwinden. Dort stehen unter anderem ein sogenanntes Fenster, durch das die Sportler durch müssen. Zudem müssen sie eine Eskalierwand  oder eine Hürde überwinden und über den Laufbalken balancieren, bevor am Ende einige Büchsen mit einem Strahl aus dem Feuerwehrschlauch weg gespritzt werden müssen. Die Wertungsrichter, darunter Hauptwertungsrichter Thomas Nothnick hatten alle Hände voll zu tun. Spannend wurde es dann am Nachmittag auch beim Löschangriff Nass als es wieder auf Schnelligkeit hieß, zu Kuppeln und nach einer Laufstrecke einen bestimmten Zielpunkt zu löschen.

Zwar überwiegt bei dem großen Wettkampf am Samstag der Spaß an der Sache. Dennoch ist der Sport nicht zuletzt auch Vorbereitung auf den Ernstfall. „Die sportlichen Wettkämpfe sind für den Teamgeist wichtig, der später in der Einsatzabteilung weitergelebt wird“, erklärt Rösiger. Um unter Druck agieren zu können und für die Reaktionsfähigkeit seien Wettkämpfe ebenso wichtig. „Zudem sehen sich einige Mannschaften regelrecht als Familien an, was großen Zusammenhalt und einen gesellschaftlichen Wert darstellt. Gerade im ländlichen Raum sind Feuerwehren da auch kultureller und sozialer Anker und Motor in den einzelnen Ämtern, Gemeinden und Städten“, erklärt Rösiger.