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| 16:00 Uhr

Spremberg
Vor lauter Einsätzen kein Zeit für den Sport

Zahlreiche Einsätze, aber auch Übungen wie in der Jägerstraße binden die Kräfte der Feuerwehr. Für Feuerwehrsport bleibt da kaum Zeit.
Zahlreiche Einsätze, aber auch Übungen wie in der Jägerstraße binden die Kräfte der Feuerwehr. Für Feuerwehrsport bleibt da kaum Zeit. FOTO: René Wappler / LR
Spremberg. Kreisbrandmeister Wolfhart Kätzmer vermisst die Spremberger im Feuerwehrsport – und schlägt vor, Ortsteile einzubinden.

Die Frewillige Feuerwehr Spremberg mit ihren Ortswehren leistet laut Kreisbrandmeister Wolfhart Kätzmer eine ausgezeichnete Feuerwehrarbeit im Ehrenamt. Nur einen Makel hat er festgestellt: In Feuerwehrsportwettkämpfen tauchen die Spremberger kaum noch auf. „Wenn die Kameraden in der Stadt vor lauter Einsätzen nicht mehr zum Trainieren kommen, sollte sich vielleicht die eine oder andere Ortswehr, die nicht ganz so viele Einsätze hat, auf den Feuerwehrsport konzentrieren“, schlug Kätzmer während der Jahreshauptversammlung der Spremberger Feuerwehr am vergangenen Freitag vor.

Tatsächlich hatte der Spremberger Stadtbrandmeister Frank Balkow dem Feuerwehrsport in seinem Rechenschaftsbericht immerhin eine halbe Seite gewidmet und selbstkritisch vorgeschlagen, den Punkt „Feuerwehrsport“ in „Dienstsport“ umzuschreiben. „Denn bis auf den Lauf der Löschgruppe Terpe in Sachsen sind mir leider keine Wettkämpfe im Feuerwehrsport 2017 bekannt, an denen wir teilgenommen haben“, so Balkow. Das sportliche Freundschaftsspiel gegen die Alten Herren des FSV 1895 haben die Kameraden erneut verloren. Und fürs 24-Stunden-Schwimmen im Freibad Kochsagrund, wo die Spremberger Kameraden als gemischte Mannschaft mit der Werkfeuerwehr der Leag am Start waren, wünscht sich Balkow mehr Unterstützung von den Ortsteilen. Laut Auswertung der Wasserwacht war die Teilnehmerzahl im Team Feuerwehr mit 36 Schwimmern gut: Das reichte im Teilnehmer-Ranking der Mannschaften für Platz 2. In der Strecken-Wertung landete das Team Feuerwehr mit 80,7 Kilometer auf Platz 8 unter insgesamt 13 Teams.

Die Trainingsvoraussetzungen für die ehrenamtlich tätigen Kameraden sind eigentlich gut: Sie können beispielsweise die Bädereinrichtungen und Sporthallen der Stadt kostenfrei nutzen. Jeden zweiten Donnerstag arbeiten Kameraden in der Kollerberg-Sporthalle an ihrer Fitness und Kondition. Auch in der  Sporthalle in Schwarze Pumpe ist ein Zeitfenster für die Feuerwehr freigehalten worden.