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Von Stolpersteinen zum Erfolg

Spremberg.. Mehrere Gründe, zum Neujahrsempfang einzuladen, hatte Dr. Michael Bismarck, der Chef der Spremberger Krankenhaus GmbH. Viele Mitarbeiter folgten der Einladung und Bürgermeister Dr. Klaus-Peter Schulze, Ex-Bürgermeister Egon Wochatz und die Landtagsabgeordnete Birgit Wöllert. Auf sie warteten eine Neujahrsrede, ein reiches Büfett und junge Musiker aus Szprotawa. Von Annett Igel

Bismarcks wichtigster Grund: „Ich möchte all meinen Mitarbeitern einmal danken für ihre Leistungen im vergangenen Jahr.“ Mit diesem Team könne er sich an einen Tisch setzen und auch über den fachlichen Rahmen hinaus Probleme lösen. „Noch sind die Wirtschaftsprüfer nicht durch, deshalb kann ich Ihnen noch keine genaue Zahl sagen, aber das Jahr 2004 endet mit einer schwarzen Zahl vor dem Komma“ , sagte Bismarck, „und das trotz mannigfaltiger Stolpersteine“ . Mit den Stolpersteinen meinte er vor allem gesetzliche Veränderungen und die Bürokratie.
6000 Patienten wurden 2004 im Spremberger Krankenhaus behandelt. Die Verweildauer konnte auf durchschnittlich 8,9 Tage verkürzt werden - auf vier Tage in der Gynäkologie und 16 Tage in der psychiatrischen Abteilung. Die ambulanten Operationen haben zugenommen. 40 Kinder mehr als 2003 kamen im Krankenhaus zur Welt. Der erste Bauabschnitt der Erweiterung des Krankenhauses wurde abgeschlossen. „Zum ersten Mal ist ein komplett neuer Bettentrakt fürs Spremberger Krankenhaus entstanden. Das ist de facto ein Neubau. Und es war ein so langer Weg - seit 1992. Immer wieder sollte unser Haus staatlicherseits in die Knie gezwungen werden“ , erinnerte Bismarck.
Dass es jetzt so gut um das Krankenhaus steht, sei den Spremberger Bürgern zu verdanken, dem ehemaligen Bürgermeister Egon Wochatz, seinem Nachfolger Dr. Klaus-Peter Schulze und den Gesellschaftervertretern der Stadt. Eben das sei nun Verpflichtung, diesen Weg weiter zu gehen.
An oberster Stelle stehe auch 2005 die professionelle Betreuung der Patienten. Nach der Antragstellung im Jahr 2003 wird weiter gearbeitet an der Gründung eines medizinischen Versorgungszentrums, was praktisch die Rückkehr der Poliklinik meint und eine engere Zusammenarbeitet zwischen den Stationen und der ambulanten Betreuung. Dazu gehöre auch, dass nach den Umbaumaßnahmen im März der Spremberger Apotheker Gerd Rudolph ins Krankenhaus einzieht.
Auch das Geburtshaus am Krankenhaus soll sich etablieren - bei der jetzigen Zusammenarbeit zwischen den niedergelassenen Hebammen, der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung und der Verwaltung des Krankenhauses sehe Bismarck dafür gute Chancen. Eine Geburtenzahl von 300 Kindern im Jahr scheint greifbar. Der zweite Bauabschnitt für die Krankenhauserweiterung und -sanierung muss im Verlauf des Jahres so weit geplant werden, dass 2006 gleich losgebaut werden kann - entsprechend eng gestrickt scheint der Zeitplan.
Da blieb Bürgermeister Dr. Klaus-Peter Schulze nur, ein betriebswirtschaftlich erfolgreiches Jahr zu wünschen, „denn ich weiß nicht, ob ich hier Gesundheit wünschen sollte.“ Dann gehörte die gesamte Aufmerksamkeit im Foyer des Krankenhauses den Musikschülern aus Szprotawa.