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| 14:57 Uhr

Konzert
Von Nabucco bis Lilli Marleen

Ronny Weilands war im Bergschlösschen zu Gast.
Ronny Weilands war im Bergschlösschen zu Gast. FOTO: Bogott Detlef / Picasa
Spremberg. Ab den ersten Tönen Gänsehaut: Ronny Weilands mächtiger Bass begeisterte Besucher im Bergschlösschen.

Er ist eine der großen Ausnahmestimmen unserer Zeit. Beginnt er zu singen, dann erzeugt er schon ab den ersten Tönen Gänsehaut bei seinen Zuhörern. Sein mächtiger Bass der immer wieder mit Ivan Rebroff verglichen wird, begeisterte am Freitagnachmittag die Gäste im Bergschlösschen. Ronny Weiland ließ in seinem Programm von „La Montanara“ und ,,Butterfly“ bis hin zum „Wolgalied“ oder „Ich bete an die Macht der Liebe“ keine Wünsche offen. Auch eine Arie aus Verdis Oper Nabucco stand in seinem Repertoire. Ronny Weiland sang ,,Lilli Marleen“, weil es immer wieder gern gehört wird und stellte aus seiner neuen CD ,,Uhr des Lebens“ einige Titel vor. Darunter sein selbst geschriebenes Lied über einen alten Bettler und einer Flaschensammlerin. Sein Unterhaltungsprogramm erstreckt sich vom Schlager, über Klassik, Musical, Volksmusik bis hin zu modernen Klängen und immer wieder überrascht er seine Gäste mit neuen Facetten. Zunehmend versucht Ronny Weiland auch sozialkritische Töne anzuschlagen. Sein Titel „Lieder vom Wolgastrand“ war ebenso ein Mix aus russischen Klängen, aus Sehnsucht, aus Glück und Freude. Besonders hier werden Erinnerungen an Ivan Rebroff wach. „Mich faszinierte Ivan Rebroff, ich erlebte Kosakenchöre und merkte, dass die russische Volksmusik nicht nur bei mir für Gänsehaut sorgt“, so Ronny Weiland gegenüber der RUNDSCHAU. Sogar in Kanada und den USA ist Weiland ein gern gesehener Interpret. Nicht als Countrysänger, dort will man ihn mit russischer Seele.

Ronny Weiland ist in Apolda aufgewachsen, ging dort auch zur Schule und zeigte früh sein musikalisches Talent. Er spielte im örtlichen Spielmannszug Flöte und von 1996 bis 2000 im damaligen Heeresmusikkorps 13 in Erfurt die Spielmannsflöte. Nach dem Abschluss der Polytechnischen Oberschule ließ er sich zum Steinmetz ausbilden. Nachdem er in diesem Beruf einige Zeit mit Erfolg gearbeitet hatte, absolvierte er eine Ausbildung zum Steinmetz- und Steinbildhauermeister, die er 2001 erfolgreich abschloss. Sein Prüfungsstück ist in der Dresdner Frauenkirche zu besichtigen.

„Seine tiefe Stimme hat er nach seinem Stimmbruch bekommen“, verriet der Sänger. Wenn er damals im Schulhaus einen Lehrer grüßte, dachten diese, er wolle sie veräppen, erzählt Ronny Weiland. Dass das nicht so ist, dass weiß heute die ganze Musikwelt.

(dbo)