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| 18:17 Uhr

Ausstellung
Von Keramikbackformen bis zu Kaffeemühlen

Die Sonderausstellung „Küchenleben" wurde am Sonntagnachmittag mit zahlreichen Besuchern im Niederlausitzer Heidemuseum eröffnet.
Die Sonderausstellung „Küchenleben" wurde am Sonntagnachmittag mit zahlreichen Besuchern im Niederlausitzer Heidemuseum eröffnet. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Die Sonderausstellung „Küchenleben“ wurde im Niederlausitzer Heidemuseum Spremberg mit großer Resonanz eröffnet. Von Martina Arlt

Im voll besetzten Festsaal fand am Sonntagnachmittag die feierliche Eröffnung der ersten Sonderausstellung 2018 unter dem Motto: „Küchenleben – Eine Zeitreise durch die Küchen verschiedener Epochen“ statt. Ein Thema, wo ganz sicher jeder mitreden kann, denn die Küche war der Lebensmittelpunkt in den Familien.

Eckbert Kwast als Fachleiter Museum sowie Dr. Lothar Binger und Susann Hellemann vom „Archiv historische Alltagsfotografie“ aus Kleinmachnow gaben eine kleine Einführung in die Präsentation, die bei den Besuchern mit vielen Dingen des Alltags ganz sicher einen Wiedererkennungswert hat. Auch die 84-jährige Hannelore Koark entdeckte viele Sachen in den Vitrinen, die sie aus der Kindheit und der heutigen Zeit noch kennt: „Die ausgestellten Backformen aus Keramik haben wir auch zu Hause. Die benutzen wir zwar nicht mehr zum Backen, doch sie sind Deko.“ Auch Waschmitteltüten oder Kaffeemühlen seien ihr sehr bekannt. „Auch an die alten Waschmaschinen erinnert man sich. Es ist eine wunderbare Ausstellung, die auch besonders von Kindern, von Schulklassen, besucht werden sollte.“ Landrat Harald Altekrüger (CDU) erinnert sich noch genau, wie er früher aufgewachsen ist und wie sich das Leben in der Küche abspielte: „Wenn ich das Wort Küche höre, fällt mir ganz viel dazu ein. Ich bin auf dem Dorf groß geworden, da gab es noch die Küchenmaschine, die sehr vielseitig genutzt wurde. Darauf wurde nicht nur gekocht, diese Kochmaschine konnte auch gefeuert werden.“

Dr. Lothar Binger machte auf die einzelnen Stationen der Ausstellung aufmerksam, die ausdrücklich zum Anfassen ist: „Es ist eine aktive Ausstellung, an verschiedenen Punkten darf man auch einmal drücken oder ziehen. So ist die Präsentation besonders auch für Schulklassen geeignet.“ Das Spremberger Museum verfüge im Fundus über sehr schöne Exponate. „Es sind einfach Schätze aus verschiedenen Zeitepochen“, so Dr. Lothar Binger. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung durch Musikschüler der Musik- und Kunstschule Spree-Neiße, die zu den Besten des Musikwettbewerbes „Jugend musiziert“ gehörten.