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| 21:31 Uhr

Kreisvolkshochschule
Volkshochschule sucht Dozenten

 Cindy Petsch (l.) leitet jetzt die Regionalstelle der Kreisvolkshochschule – Jessica Schorradt hilft ihr als Sachbearbeiterin.
Cindy Petsch (l.) leitet jetzt die Regionalstelle der Kreisvolkshochschule – Jessica Schorradt hilft ihr als Sachbearbeiterin. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Cindy Petsch leitet seit dem 1. April die Regionalstelle in Spremberg.

Die neue Regionalstellenleiterin der Kreisvolkshochschule ist eine waschechte Sprembergerin. In Berlin hat es Cindy Petsch nur kurz ausgehalten. „Ich habe mein BWL-Studium so zusammengeschoben, dass ich dort nur drei Jahre eine Wohnung brauchte“, sagt sie. Fürs Praktikum in der Betriebswirtschaftslehre klappte es in Tschernitz in der Glasmanufaktur – da gehörte das Werk noch Samsung. Ursprünglich gelernt hat sie Notarfachangestellte.  Nach dem Studium fand sie eine Stelle in der Kreisverwaltung in Forst. Über 13 Jahre hat sie sich um Praktika, Umschulungen und Weiterbildungen für Menschen gekümmert, Kosten kalkuliert und Fördermittel gesucht. Dann sah sie die Stellenausschreibung für die Regionalstelle der Kreisvolkshochschule in Spremberg. Ein Abschluss in der Erwachsenenbildung war erwünscht, aber kein Muss, das machte ihr Mut. „Ich organisiere gern, bin dabei auch perfektionistisch“, so die 41-jährige Sprembergerin.

Die Fußstapfen sind groß. Klaus Piersig leitete seit 1991 die Kreisvolkshochschule in Spremberg. Jetzt ist er Rentner, auf dem Schiff und nicht erreichbar. Aber Jessica Schorradt, Sachbearbeiterin, weiß Antworten auf viele Fragen. Sämtliche Kurse besucht Cindy Petsch, um sich vorzustellen. Ein gutes Verhältnis zu den Dozenten ist ihr wichtig. „Wir brauchen dringend neue Kursleiter. Zwei Englisch-Dozenten haben sich gerade verabschiedet.“ Lehrer oder Trainer zu finden, die nachmittags oder abends Kurse an der Volkshochschule geben, sei schwer.

Aber tief in Spremberg verwurzelt zu sein, hilft. „Natürlich muss ich jetzt Klinken putzen. Jüngst ging ich in die Schwimmhalle, um Aquafitness-Kurse abzusprechen. Ich merkte, dass ich nicht ganz richtig war. Die Stadt ist der Ansprechpartner für Kurse in der Schwimmhalle. Aber die Mitarbeiter in der Halle waren nett und aufgeschlossen.“ Zur Touristinformation zu Karin Hesse und Marco Wentworth will sie unbedingt noch. Und auch die Volkshochschule hofft auf den Strukturwandel. Denn es kommt immer wieder vor, dass sich Firmen melden, um Mitarbeiter in einer Sprache, in einem Computerprogramm schulen zu lassen.

„Vieles, was ich kann, habe ich in der Volkshochschule gelernt“, sagt Cindy Petsch. Nudeln selbst herzustellen zum Beispiel, nähen und Fotogestaltung. Sportkurse hat sie besucht, und das Tabellenkalkulationsprogramm Excel für die Arbeit lernte sie an der Volkshochschule. „Im Schreibmaschinenkurs war ich noch Schülerin. Wir sollten einen Satz schreiben. Die Dozentin schaltete das Licht aus. Ich war stolz, als das Licht anging und mein Satz stimmte“, erinnert sich Cindy Petsch.

Im Mai muss sie das Programm fürs Herbstsemester vorlegen. Bewährte Kurse bleiben, neue Ideen füllen einen Zettel. „Wer etwas lernen oder lehren möchte, kann sich bei uns melden.“ Dass Kurse abgesagt werden müssen, weil das Interesse zu gering ist, sei ärgerlich. Manchmal braucht es nur etwas Zeit, bis doch eine Gruppe zusammenkommt. Fürs „Computerschreiben lernen in vier Stunden“ ab 2. Mai in Spremberg und fürs Gemüse-Schnitzen mit Winfried Karras am 14. Mai kann sich noch angemeldet werden: per Telefon 03563 90647 und per E-Mail kvhs-spremberg@lkspn.de.

 Cindy Petsch (l.) leitet seit 1. April die Regionalstelle der Kreisvolkshochschule  - Jessica Schorradt hilft ihr als Sachbearbeiterin.
Cindy Petsch (l.) leitet seit 1. April die Regionalstelle der Kreisvolkshochschule - Jessica Schorradt hilft ihr als Sachbearbeiterin. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit