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| 17:08 Uhr

Lichterfest in Spremberg
Sprembergs Originale lassen Kostüme im Schrank

 Zum vierten Lichterfest war Spremberg ein Treffpunkt für Familien und Freunde.
Zum vierten Lichterfest war Spremberg ein Treffpunkt für Familien und Freunde. FOTO: Martina Arlt
Spremberg. Zum vierten Lichterfest trafen sich Freunde in der Innenstadt beim Glühwein. Von Martina Arlt

Vier Wochen lang hat die Stadt Spremberg mit dem Einbruch der Dunkelheit ein besonderer Lichterglanz erstrahlen lassen. Die Gewerbetreibenden luden mit ihren weihnachtlichen Angeboten und dekorierten Schaufenstern zum Bummeln und Kaufen ein.

Doch einen etwas faden Beigeschmack hatte das vierte Lichterfest schon. Denn erstmals waren Weihnachtsmann, Schneekönigin, Schäfer und Schneemann nicht in der Innenstadt unterwegs. Viele Jahre wurden die Spremberger Originale in ihren schönen Kostümen besonders nachmittags von den Kindern erwartet. Hatten die Jüngsten ein Lied oder ein Gedicht parat, gab es kleine süße Überraschungen. Am vergangenen Samstag waren die Lichterfest-Besucher verwundert, als sie Peter Bär, Olaf Preuße, Ulf Michala und Nicole Pietkiewicz „in Zivil“ in der Stadt entdeckten.

„Wir haben das Gefühl, dass unsere Aktivitäten nicht mehr erwünscht sind“, so Ulf Michala, „mit dem City-Werbering gab es jahrzehntelang eine gute Zusammenarbeit, doch davon ist nicht mehr viel übrig. Auch Süßigkeiten wurden nicht zur Verfügung gestellt. So blieben heute die Kostüme für Weihnachtsmann, Schneemann, Schäfer und Schneekönigin im Schrank.“ Sollten sie gesund bleiben, so Ulf Michala, dann gehen sie vielleicht 2019 noch einmal zum Spremberger Weihnachtsmarkt beim dritten Lichterfest ihre Runden. „Wir haben einfach das Gefühl, von den Verantwortlichen interessiert es kaum noch jemanden,

ob wir in unserer Freizeit die Kinder erfreuen“, sagt Michala.

Zahlreiche Gäste nutzten am letzten Wochenende vorm Fest die Gelegenheit, um in der Stadt Freunde zu treffen. Auch Weihnachtsgeschenke wurden noch gefunden. Neben zahlreichen Glühweinständen in der Innenstadt zeigte sich die Glühweinbar im Torbogen am Bullwinkel von Baudach & Schuster besonders heimelig. Musikanten spielten in der Stadt an mehreren Standorten auf.