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| 16:14 Uhr

Spremberg
Viel Wasser am Mutzoka-Teich

Im Mutzoka-Teich sucht.Ulrich Fehlig nach dem Zulauf.
Im Mutzoka-Teich sucht.Ulrich Fehlig nach dem Zulauf. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Spremberg. Biotop mit kaputtem Stauwehr überrascht die Wasserexperten. Annett Igel-Allzeit

Das Stauwehr am Mutzoka-Teich bei Weskow bleibt kaputt. Zwar hat der Gewässerverband Spree-Neiße bei seiner jüngsten Grabenschau gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde einen hohen Wasserstand vorgefunden, doch der Biotop, an den das „Wildgehege“ angrenzt, überraschte die Experten so, dass sie nichts verändern möchten.

Der Regionalverband Spremberg des Naturtschutzbundes (Nabu) kümmert sich um den Mutzoka-Teich und hatte 2010 ein Konzept für die Stabilisierung des Biotops vorgelegt. Auf einer Karte von 1843 soll der Teich laut Nabu erstmals erwähnt sein. In einer Senke speist er sich aus Oberflächenwasser, das von den Feldern und Fluren kommt. Die Vorfahren nutzten ihn als Viehtränke. Bei Meliorationsarbeiten nach den 1970er-Jahren wurde das Stauwehr eingebaut.

Durch den hohen Wasserstand ist jetzt der Mutzokagraben gut zu finden. Vergeblich aber suchte Ulrich Fehlig vom Gewässerverband den Teich-Zulauf aus Richtung Norden. Im oberen Bereich habe der Schilfbestand in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Das lasse auf eine zunehmende Verlandung in diesem Areal schließen.

Die Naturschützer wollen den Feldflur-Lebensraum stabilisieren, zur Verbesserung der Wasserqualität nicht ganz so viel Oberflächenwasser in den Teich lassen und die Überflutung verhindern. Laut Gewässerverband liegt der Teich noch 30 Zentimeter unter der Oberkante Stau. Amphibien sollen hier leben und Vögel brüten. Auch Totholzzonen haben die Naturschützer schon geschaffen.