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| 01:05 Uhr

Viel Stoff für Naturlehrpfad

Spremberg.. Wie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden können, will der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband (SWAZ) in den Slamener Ku- then unter Beweis stellen. Gabi Böttcher

Aus betrieblicher Sicht ist es notwendig, die Behandlung des Filterspülwassers im Spremberger Wasserwerk auf einen modernen Stand zu bringen. Zum Bau eines Beckens für Filterspülwasser ist am Rande des Landschaftsschutzgebietes ein Becken zu errichten. Ausgleichsmaßnahmen werden dem SWAZ dafür abverlangt. Deshalb soll dem Feuchtgebiet in den Slamener Kuthen zu neuem Leben verholfen werden (die RUNDSCHAU berichtete). Und dafür wiederum sind bereits vier ABM-Beschäftigte von der Qualifizierungs- und Strukturanpassungsgesellschaft Döbern GmbH (BQS) ins Rennen geschickt worden. Sie haben gemeinsam mit einem Biologen aus Forst die Fauna und Flora im Bereich des Wasserwerkes erkundet und akribisch festgehalten, welche Farn-, Pilz-, Käfer- und andere Vertreter der Pflanzen- und Tierwelt hier zu Hause sind. Vergleiche zu einer in den 50er-Jahren gemachten Untersuchung im Landschaftsschutzgebiet werden dadurch möglich.
Und natürlich soll das Erforschte nicht in den Schubladen des SWAZ verschwinden. Deshalb wiederum soll eine weitere Fliege unter der besagten Klappe landen. Der anlässlich des Jubiläums des Spremberger Wasserwerkes geschlossene Generationenvertrag mit dem Erwin-Strittmatter-Gymnasium ist die Grundlage, Schüler mit ins Boot zu holen. Gestern ist abgesteckt worden, wie sich die jungen Leute in die Renaturierung und Aufwertung des Landschaftsschutzgebietes einbringen können. Ein Naturlehrpfad, der das in den Kuthen Entdeckte darstellt, drängt sich auf. Das könnte eine ganze Arbeitsgruppe von Schülern beschäftigen, wurde angesichts der Gestaltungsmöglichkeiten deutlich. In der kommenden Woche soll es einen Treff vor Ort geben.