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| 14:26 Uhr

Kommunalwahl Welzow
Viel Arbeit für 16 Stadtverordnete

 Vollzählig sind Welzows Stadtverordnete zur konstituierenden Sitzung nicht, aber sie starten trotzdem eifrig in die neue Legislaturperiode.
Vollzählig sind Welzows Stadtverordnete zur konstituierenden Sitzung nicht, aber sie starten trotzdem eifrig in die neue Legislaturperiode. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Welzow. Carsten Kupsch bleibt Vorsteher der Welzower Stadtverordneten. Blumen aber gab es für Gudrun Jentsch. Sie ist seit 41 Jahren Stadtverordnete. Von Annett Igel-Allzeit

Mit 70 Stimmen hat sich der Welzower Lutz Frauenstein zur Kommunalwahl innerhalb des Bürgerforums Stadtumbau Welzow-Freie Wähler einen Platz im Welzower Stadtparlament sichern können. Doch der 71-Jährige zieht aus gesundheitlichen Gründen seine Kandidatur zurück. Der 67-jährige Wolfgang Borchert rückt nach und ist nun einer der drei Neuen im Welzower Stadtparlament – neben Klaus-Dieter Sperling und Bianka Scharf (beide Bürgerinitiative Zukunft Proschim/Welzow). Vielversprechend ist: Bis auf Sperling, der entschuldigt fehlte, bringen sich Borchert und Scharf gleich in der ersten Stadtverordnetenversammlung mit Themen ein. Borchert wird sogar den Finanzausschuss als Vorsitzender leiten.

In Welzow hat es die AfD nicht versucht, in die Stadtverordnetenversammlung zu kommen. Alt-Bürgermeister Hartmut Hömberg, der die konstituierende Sitzung gespannt verfolgt, bezeichnet das als reines Glück: „Da müssen wir uns nichts vormachen. Wäre sie angetreten, hätte sie auch in Welzow Stimmen bekommen.“ Aber es blieb bei den üblichen Wahlvorschlagträgern, die auch schon mal vor den Stadtverordnetenversammlungen miteinander reden: Der SPD reichen ihre fünf Sitze als Fraktion. Die Bürgerinitiative Zukunft Proschim/Welzow bildet mit der Bürgerinitiative Zukunft Welzow die Fraktion Zukunft Welzow und kommt damit ebenfalls auf fünf Sitze. Um jeweils wenigstens drei Sitze zu haben, bildet Hannelore Wodtke (Grüne Zukunft Welzow) mit den beiden CDU-Abgeordneten Erhard Lehmann und Günter Jurischka eine Fraktion, und Gudrun Jentsch (Die Linke) tut sich mit Hilmar Mißbach und Wolfgang Borchert  vom Bürgerforum Stadtumbau Welzow-Freie Wähler Brandenburg zusammen.

Einstimmig wird Carsten Kupsch erneut zum Stadtverordnetenvorsteher gewählt. Und das rührt ihn. Nachdem Reinhard Franke als sein 1. Stellvertreter und Hilmar Mißbach als sein 2. Stellvertreter gewählt sind, dankt Kupsch für das Vertrauen. In seiner ersten Amtshandlung – bis dahin hatte Uwe Rogin als Ältester mit 71 Jahren die Versammlung geführt – kommt er mit Blumen aus der Ecke. Gudrun Jentsch kann selbst nicht genau sagen, seit wann sie im Welzower Stadtparlament sitzt. Aber Recherchen der Stadtverwaltung haben ergeben, dass es 41 Jahre sein sollen. Und 291 Stimmen zeigen, dass sie auch in dieser Legislatur wieder gewollt ist. Da sie erst 60 Jahre alt ist, startete sie einst verdammt jung.

Neben Borchert, dem neuen Finanzausschussvorsitzenden werden Reinhard Franke (SPD) den Bau- und Wirtschaftsausschuss, Hannelore Wodke den Ausschuss für Umwelt, Ordnung und Sicherheit und Sabine Gaebel den Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport lenken. Den Hauptausschuss leitet Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD). Nicht ganz so einfach ist es bei 16 Stadtverordneten, die Ausschüsse mit Mitgliedern und Stellvertretern zu besetzen. Zudem gilt es, ein Verhandlungsteam Stadt Welzow - Leag zum Welzow-Vertrag, die Verbandsversammlung des Planungsverbandes Verkehrslandeplatz Welzow, den Werksausschuss für den Eigenbetrieb Abwasserentsorgung und die AG Kohle mit Mitglieder zu füllen. Und entsenden müssen die Welzower auch jeweils einen Vertreter  und Stellvertreter in die Gewässerverbände Kleine Elster-Pulsnitz und Spree-Neiße und einen Stellvertreter für Thomas Werner, Leiter des Welzower Eigenbetriebes Abwasserentsorgung, in der Verbandsversammlung des Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes.

 Vollzählig sind Welzows Stadtverordneten zur konstituierenden Sitzung nicht, aber sie starten trotzdem eifrig in die neue Legislaturperiode.
Vollzählig sind Welzows Stadtverordneten zur konstituierenden Sitzung nicht, aber sie starten trotzdem eifrig in die neue Legislaturperiode. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit