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| 14:33 Uhr

32 Bewerbungen aus ganz Deutschland gingen in Spremberg ein
Vertrag mit City-Managerin steht

ASG-Chefin Petra Lehmann sagt: „Alle Bewerber hatten ganz konkrete Ideen für Spremberg.“
ASG-Chefin Petra Lehmann sagt: „Alle Bewerber hatten ganz konkrete Ideen für Spremberg.“ FOTO: LR / René Wappler
Spremberg. ASG-Chefin Petra Lehmann besiegelte am Freitag Dokument für eine Rückkehrerin.

Die Stadt Spremberg bekommt am 1. September eine City-Managerin. Das berichtet die Chefin des Wirtschaftsförderers ASG, Petra Lehmann. Zur konkreten Personalie will sie sich wegen eines noch bestehenden Arbeitsverhältnisses der Bewerberin derzeit nicht äußern. „Allerdings kann ich so viel sagen: Den Vertrag mit ihr habe ich am Freitagmorgen unterschrieben, und es handelt sich um eine Rückkehrerin, die früher bereits in Spremberg lebte.“

Ursprünglich sollte die Arbeitsstelle im City-Management schon am 1. Juni besetzt sein. Doch der Auswahlprozess gestaltete sich nach Angaben der ASG-Chefin langwieriger als zunächst gedacht. So seien 32 Bewerbungen aus ganz Deutschland eingegangen. „Es war schwierig, alle Gesprächstermine unter einen Hut zu bekommen“, sagt Petra Lehmann. „Über die hohe Zahl der Bewerber haben wir uns natürlich gefreut.“

Seit nahezu 20 Jahren sprechen die Spremberger Stadtverordneten über die Idee, einen City-Manager einzustellen. Erst wollten sie den Plan unter der Regie des damaligen CDU-Bürgermeisters Egon Wochatz in die Tat umsetzen, dann gemeinsam mit seinem Nachfolger Klaus-Peter Schulze. Doch stets scheiterten sie an der Finanzierung.

Im März dieses Jahres stellte die ASG-Chefin dann den Mitgliedern des Hauptausschusses einen neuen detaillierten Plan vor. Demnach handelt es sich beim City-Management um eine Vollzeitstelle. Zu den Aufgaben zählen regelmäßige Gespräche mit Politikern, Unternehmern und Vereinsmitgliedern, das Betreuen der Stadtentwicklung und die Suche nach Geldquellen für Projekte, die einem attraktiveren Zentrum dienen. Das City-Management wird in das Büro der ASG in der Langen Straße ziehen. Dazu erklärt Petra Lehmann: „Ein zusätzliches Büro würde in erheblichem Maße Kosten verursachen und die Finanzierung des Projekts enorm belasten.“

Danach einigte sich der Aufsichtsrat des Wirtschaftsförderers auf ein Verfahren in drei Schritten. Zunächst sichteten die Mitarbeiter des Rathauses die eingehenden Bewerbungen. Im zweiten Schritt gingen die Unterlagen an Vertreter vom City-Werbering und der Spremberger Land GmbH, die sich ein Urteil bildeten. Schließlich prüften Mitglieder des Aufsichtsrats der ASG und Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) die  Bewerbungen ein weiteres Mal.

Viele Kandidaten aus dem Westen Deutschlands interessierten sich nach Angaben der ASG-Chefin für die Spremberger Stelle. „Wir haben wertvolle Gespräche mit ihnen geführt, zumal sie von außen auf unsere Stadt schauen.“ Ein Bewerber aus Niedersachsen sei mit dem Zug angereist, habe in der Innenstadt übernachtet und von den freundlichen Bewohnern und den vielen kleinen Geschäften geschwärmt.

„Natürlich wird sich in einem solchen Bewerbungsgespräch niemand negativ über die Stadt äußern, in der er arbeiten möchte“, merkt Petra Lehmann an. „Aber uns fiel schon auf, dass sich viele vermeintliche Schwächen von Spremberg mit einer anderen Sichtweise auch als Stärken betrachten lassen.“ Ohnehin hätten die meisten Bewerbungen für die neue Stelle eine hohe Qualität aufgewiesen.