Die Spielplätze an der Töpferstraße mitten im Spremberger Zentrum und an der Lausitzer Straße sind keine mehr - nur noch eine kahle Kiesfläche ist davon geblieben. Die hölzernen Klettertürme, die hier im Sand standen, sind vor Kurzem beim TÜV durchgefallen und mussten umgehend abgebaut werden. Eigentümer beider Spielplätze ist die Spremberger Wohnungsbaugenossenschaft (SWG). Für das Wohnungsunternehmen dürfte die TÜV-Entscheidung wohl nicht ganz überraschend gewesen sein, denn schon in den Vorjahren hatte es bei den jährlichen Kontrollen am Holzspielgerät in der Töpferstraße regelmäßig Kritik gegeben. Weil dieser Spielplatz-Standort wegen des enormen Schallpegels zwischen den dichtstehenden Wohnhäusern bei den Mietern zuletzt für großen Ärger sorgte, hat die SWG jetzt ein neues Konzept erarbeitet. "Wir stehen zu diesem Spielplatz in der Altstadt - aber wir werden ihn um einhundert Meter versetzt an anderer Stelle neu errichten", sagt SWG-Geschäftsführer Frank Petraus. Der Spielplatz soll seinen Worten zufolge nun auf der Abrissfläche an der Kantstraße neu aufgebaut werden. "Mit neuem Kletterturm und weiteren Spielgeräten. Dafür werden wir zirka 30 000 Euro investieren", stellt der SWG-Chef in Aussicht. Das Areal für den neuen Spielplatz werde zur Kantstraße hin abgesichert.

Allerdings kann der Aufbau erst beginnen, wenn die Sanierung des benachbarten Plattenbauhauses beendet ist. Denn derzeit nutzen die Baufirmen das künftige Spielplatzareal noch als Lagerplatz. Auch an der Lausitzer Straße will die Wohnungsbaugenossenschaft im Frühling des kommenden Jahres neue Spielgeräte nachrüsten. "Wir sehen unsere Verantwortung für bestehende Spielplätze - aber wir werden keine neuen Plätze bauen können", sagte Frank Petraus in Richtung der Abgeordneten. Die SWG unterhält derzeit fünf öffentlich zugängliche Spielplätze.

Ähnlich ist die Situation bei der Gesellschaft für Wohnungsbau (Gewoba) in Spremberg. Sie unterhält insgesamt elf Spielplätze unterschiedlichster Größe in der Stadt Spremberg und weitere in Welzow und Tschernitz. Geschäftsführer Reinhard Lehmann verweist auf einen derzeit guten Standard. Die Gewoba habe vor einem Jahr Sicherheitskontrollen auf allen ihren Spielplätzen gehabt und die vom TÜV angezeigten Mängel bis Frühjahr 2014 komplett beseitigt. Am Heinrich-Heine-Weg ist ein noch aus DDR-Zeiten stammender Wohngebietsspielplatz neu gestaltet worden. "Für den Georgen berg planen wir für 2015 Weiteres", so Lehmann. Zwischen Bachweg und Heineweg soll nach dem Abriss mehrerer Wohnblocks das Areal neue Grünanlagen bekommen. "Dabei wird auch der dort befindliche Spielplatz neu gestaltet", kündigt der Gewoba-Chef an.