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| 02:51 Uhr

Verein belebt kostbaren Brunnen

Frank Meisel freut sich über den restaurierten Brunnen.
Frank Meisel freut sich über den restaurierten Brunnen. FOTO: René Wappler
Spremberg. Zum Heimatfest wird der Brunnen auf dem Georgenberg wieder sprudeln: Das verspricht Frank Meisel vom Spremberger Landesgartenschau-Verein. Zudem wollen die Mitglieder das Ereignis, dem der Verein seinen Namen verdankt, im Jahr 2019 tatsächlich nach Spremberg holen. René Wappler

Freitagmorgen, kurz nach neun Uhr. Frank Meisel trifft sich mit dem Elektriker auf dem Georgenberg, wenige Schritte vom Brunnen entfernt, neben dem bereits die Kabel aus dem Erdreich ragen. "Alles ist verlegt", sagt Frank Meisel. "Nächste Woche unterziehen wir den Brunnen einem ersten Test, und falls er funktioniert, wird der Bürgermeister am Freitag den Hebel umlegen." Sogar die genaue Uhrzeit steht schon fest: Um 15.15 Uhr soll der historische Brunnen an diesem Tag seinen Betrieb aufnehmen.

20 000 Euro kostete die Restauration des Bauwerks. Mehrere Firmen aus Spremberg beteiligten sich an den Kosten. Nach Auskunft des Vereins wäre das Projekt ohne die Teilnahme der Sponsoren gescheitert.

"Seit mehr als 100 Jahren befindet sich der Brunnen an diesem Ort", sagt Frank Meisel. Um den Platz in der Nachbarschaft des Bismarckturms aufzuwerten, tragen sich die Vereinsmitglieder schon mit weiteren Ideen. Rings um den Brunnen wollen sie Pflanzen in die Erde setzen, wahrscheinlich noch in diesem Herbst. Außerdem sollen Sitzbänke eine gemütliche Atmosphäre schaffen - allerdings erst im nächsten Frühjahr.

Unterdessen reichen die Pläne des Vereins noch weiter in die Zukunft. So wünschen sich die Mitglieder, dass die Landesgartenschau im Jahr 2019 in Spremberg stattfindet. Deshalb besuchte eine Delegation im Juli die Städte Oranienburg und Prenzlau. Oranienburg war im Jahr 2009 der Gastgeber der Gartenschau, Prenzlau lädt derzeit zu diesem Ereignis ein - noch bis zum Oktober. 200 000 Gäste haben der diesjährigen Landesgartenschau schon einen Besuch abgestattet.

So glaubt Frank Meisel vom Spremberger Verein, dass die Stadt in der Lausitz ebenfalls von einem solchen Spektakel profitieren könnte. "Wir haben bei unserer Visite in Oranienburg und Prenzlau viele Ideen für eine mögliche Bewerbung gesammelt", sagt er. "Dieses Thema wollen wir ernsthaft im Winter dieses Jahres angehen." Seine Prognose lautet: Im Jahr 2015 könnte die Entscheidung über den Austragungsort fallen, so dass noch vier Jahre für die Vorbereitung blieben. Zumal Spremberg einen entscheidenden Vorteil aufweisen könne: "Wir bauen ja derzeit im Sinne des Wortes für den Fall vor, dass die Landesgartenschau wirklich nach Spremberg kommt", erläutert Frank Meisel. "Das Gebiet vom Georgenberg bis hinunter in die Altstadt würde sich dafür eignen." Anschließend könnte die Installation nach seinen Worten das Stadtbild im Alltag prägen.

Als eine Generalprobe für diese Pläne bezeichnet Frank Meisel den Brandenburgtag, der im nächsten Jahr in Spremberg stattfinden wird. "Da wollen wir ja den Sängerblick wieder eröffnen, den historischen Pavillon, der früher als Aussichtspunkt auf dem Georgenberg diente."

Die Arbeiten am Bauwerk kosteten 20 000 Euro.
Die Arbeiten am Bauwerk kosteten 20 000 Euro. FOTO: Laga-Verein