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Verein attackiert Greenpeace-Studie

Wenn Wind- oder Sonnenstrom bei Sturm oder Sonnenschein unerwartet stark auf den Markt drängen, müssen Gas- und Kohlekraftwerke schnell heruntergefahren werden. Foto: Federico Gambarini/Archiv
Wenn Wind- oder Sonnenstrom bei Sturm oder Sonnenschein unerwartet stark auf den Markt drängen, müssen Gas- und Kohlekraftwerke schnell heruntergefahren werden. Foto: Federico Gambarini/Archiv
Spremberg. Der Verein Pro Lausitzer Braunkohle hält die Greenpeace-Studie zur Zukunft der Lausitz für "an den Haaren herbeigezogen". Damit gibt er der Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) Rückhalt. René Wappler

Sie hatte schon bei der Demonstration am Dienstagabend auf dem Spremberger Marktplatz erklärt: "Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass eines Tages wieder Wirtschaftspolitik mit Ideologie verknüpft wird - dieses Mal allerdings mit grüner Ideologie." So gebe die Studie keine Antwort darauf, wo die Kohlekumpel nach der Umstrukturierung arbeiten sollen, kritisierte die Bürgermeisterin. Zudem sei auch die Solarindustrie einst als Hoffnungsträger bejubelt worden, was sich ebenfalls als Irrtum entpuppt habe.

Wolfgang Rupieper vom Verein Pro Lausitzer Braunkohle bezeichnet die "Rechenspiele von Greenpeace" als "Schlag ins Gesicht" für Tausende Familien, die sich um ihre Zukunft und ihre pure Existenz sorgen". Greenpeace führt 4100 Arbeitsplätze ins Feld, die wegfallen würden, aber sich mit Hilfe der erneuerbaren Energien kompensieren ließen. Wolfgang Rupieper merkt an: "Nach der entscheidenden Erkenntnis, wer diese Investitionen tätigen soll, wie sie sich rechnen und wie realistisch ihre mögliche Umsetzung überhaupt ist, sucht man aber vergebens."