(mla) Punkt 16 Uhr öffnete der „Mitmach’Laden“ der Wählergruppe „Die Nächste Generation“ (DNG) seine Pforten. Im Erdgeschoss des City Centers in Spremberg  zog es Mittwoch nicht nur politisch Interessierte in das knapp 200 Quadratmeter große „Bürgerbüro“ der DNG. Auch Leute, die nur durch das Center flanierten, wurden von dem hell und freundlich dekorierten Laden angezogen. „Wir haben uns diese Idee schließlich für die Spremberger Bürger einfallen lassen und von daher freuen wir uns natürlich über jeden Gast“, sagt Fraktionsvorsitzender Benny Stobinski. Das ehemalige Ladenlokal sei der ideale Ort, um in lockerer Atmosphäre mit Abgeordneten der Fraktion und Kandidaten für die Kommunalwahl ins Gespräch zu kommen. „Noch dazu freuen wir uns, wenn die Bürger uns hier ihre Träume und Wünsche für Sprembergs Zukunft mitteilen und deshalb heißt dieses ‚Büro’ auch Mitmach’Laden.“

Der eigentliche Mieter ist nicht die Fraktion, sondern das Unternehmen von Stobinski. „Damit wollen wir mögliche Querelen für den Vermieter vermeiden, der uns dieses bis dato leer stehende Geschäft vorgeschlagen hat“, so der Kopf der Wählergruppe. Man wolle nun aber mindestens drei Monate im Center präsent sein, ergänzt Stobinski. Laut Fraktion soll aber nicht nur das Wochenende für lockere Gesprächsrunden oder kleinere Veranstaltungen genutzt werden. „Künftig wollen wir auch an Dienstagen und Donnerstagen öffnen, um die Marktbesucher zu erreichen“, wünscht sich der Vorsitzende. Kein leichtes Unterfangen, da die Mitglieder der Fraktion hauptberuflich stark eingebunden sind, wie Stobinski betont.

Auch wenn die Wählergruppe den Begriff des Bürgerbüros nun versucht zu entstauben, sind sie mit einem eignen Anlaufpunkt nicht die Ersten in Spremberg. Neben der Partei Die Linke und CDU, besitzt auch die SPD ein eigenes Büro – in der Langen Straße. „Hier sitzt der Ortsverein neben der Stadtfraktion und man versucht, stets ein offenes Ohr für die Bürger der Stadt zu haben“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete und Hauptmieter des Büros, Ulrich Freese.

Einen anderen Weg geht die Fraktion „Vereinte Wählergruppen SPB“. „Viele von uns sind Ortsvorsteher in der Fläche und haben dort stets ein offenes Ohr für die Anwohner – ohne feste Bürozeiten“, erklärt der Stellvertreter der Fraktionsvorsitzenden, Jens-Uwe Winkler. Dafür brauche man kein Büro.