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| 02:35 Uhr

. . . und der Hund blickt traurig

Daniel Schauff
Daniel Schauff FOTO: Peggy Kompalla (LR-COS-RED-101)
Übrigens. Jetzt ist er ein paar Jahre bei uns, der Hund. Man hat sich dran gewöhnt, dass er ständig bettelt, um Futter, ums Rausgehen, wieder um Futter, wieder ums Rausgehen. Daniel Schauff

Man hat auch gelernt, hin und wieder seinem treuen und hungerleidenden Blick zu widerstehen. "Nein, aus!", sagt man dann und der Hund zieht ab. Leidend, als hätte er einen Sack Kartoffeln auf dem Rücken, ständig zurückblickend, ob Herrchen nicht doch noch ein Leckerli aus der Tasche zaubert. Tut er nicht. Naja, nicht immer. Gut, meistens. Gut, fast immer. Aber eben nur fast immer, nicht immer. Man muss ja hart bleiben. Dem süßen, kleinen, treu dreinschauenden Vierbeiner. Der Blick allerdings, wenn Herrchen ihn verlässt, weil Herrchen ja Futter verdienen gehen muss, ist noch schlimmer. "Wenn ich nicht arbeiten gehe, kann ich auch keine Leckerli kaufen", sage ich dann. Ich glaube, das versteht er nicht.