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| 17:32 Uhr

Spremberg
Umweltminister erläutert Plan für Bühlower Vorsperre

Spremberg/Potsdam. Entschlammen im großen Maßstab ab 2019 vorgesehen

Der Plan zum Entschlammen der Bühlower Vorsperre sieht eine jährliche Entnahme von 50 000 bis 55 000 Kubikmeter vor. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion hervor. Auf diese Weise lasse sich nach und nach auch der abgelagerte Eisen­ockerschlamm abtragen. Wie Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) mitteilt, hielt die Vorsperre südlich vom Spremberger Stausee im Jahr 2016 bis zu 63 Prozent des Eisens zurück, das die Spree aus sächsischer Richtung mit sich führt. Aktuelle Daten aus dem Jahr 2017 liegen der Landesregierung nach Auskunft des Ministers noch nicht vor. Allerdings sei die Eisenkonzentration an der Messstelle in Spremberg-Wilhelms­thal seit dem Jahr 2016 gesunken – von 7,40 Milligramm je Liter auf 4,9 Milligramm. Ein ähnlicher Effekt zeige sich im Ablauf der Talsperre an der Messstelle in Bräsinchen.

Der Bericht des Umweltministers geht auch auf die Schäden ein, die aufgrund des hohen Eisengehalts in der Spree entstanden sind. „Die Fortpflanzung flusstypischer Fischarten ist aufgrund der Verockerung gestört“, heißt es in der Antwort auf die Fragen der Christdemokraten.

Eine Pubilkation des sächsischen Landesamtes für Umwelt unter dem Titel „Fließgewässer und Eisen“ beleuchtet die konkreten Konsequenzen verockerter Flüsse für die Fische. Demnach behindert ein zu hoher Eisengehalt die Atemfunktion der Tiere. Auch reduziertes Wachstum und erhöhter Stress seien bereits beobachtet worden, weil sie wegen des getrübten Wassers ihre Nahrung nicht mehr finden. Der toxische Effekt von gelöstem Kupfer und Eisen wirke vor allem auf die Kiemenoberfläche und das Cytosol in den Kiemen, erläutern die Experten die Auswirkungen.