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| 11:14 Uhr

Spremberg
So viel gesehen trotz Säule

Spremberg. Am Heiligabend sind die Kirchen in der Region so voller Menschen, dass die wenigstens sehen, was sich während des Krippenspiels tatsächlich vor dem Altar und im langen Gang tut. Aber das ist gar nicht schlimm. Von Annett Igel-Allzeit

Sind die eigenen Kinder den Rollen der Hirten, der Maria oder gar der Wirtsleute entwachsen, genießen wir Hörspiele und sehen irgendwie mehr. Die Kleine, die sich wunderbar aufregt, dass Josef keine Herberge bekommt, kann gut verstehen, wie es Maria mit dem dicken Bauch geht. Zugleich gurrt eine Vorfreude in ihrem Stimmchen. Und der Junge, der da den Stern mit dem Schweif beschreibt, muss sich während der Vorbereitung auf seine Rolle besonders prächtige Exemplare davon angeschaut haben. Eltern und Großeltern, kleine Geschwister recken die Hälse, beugen sich weit nach rechts oder links, schmunzeln und wispern. Aber auch wir genießen – der Stimmchen wegen und weil wir einander in den Zuschauerreihen begegnen beim „Nichtssehen“. Wir schenken uns eben dieses Lächeln. Das alles Weihnachten. ⇥Annett Igel-Allzeit