Während die Temperaturanzeige des Thermometers mühelos nach oben wandert, laufen mir die Schweißperlen den Rücken hinab. Tropfen für Tropfen. Statt einer Klimaanlage gibt es „nur“ einen Ventilator, der die warme und stickige Luft umwälzt. Mehr schlecht als recht, aber immerhin. Ein Entkommen scheint lediglich in Gedanken möglich. Allein die Erinnerung an kühle Fluten macht die Situation halbwegs erträglich. Ach hätte man doch nur die kindliche Unbeschwertheit zurück. Dann würde eine Abkühlung nahezu an jeder Ecke lauern. Ob Bach, Teich, Brunnen oder Rasensprengen – als Knirps hatte man jede Chance genutzt, um der flirrenden Hitze zu entfliehen und sich abzukühlen. Stattdessen blickt man nur sehnsüchtig aus dem Fenster und wünscht sich wieder Kind sein zu können, um unbeschwert durch Nachbars Rasensprenger toben zu können und der Hitze eine lange Nase zu machen.