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| 18:43 Uhr

Spremberg
Dienstags lohnt sich der Archiv-Besuch richtig

Geschichtsinteresse geballt: Stephanie Tonke, die Archivarin im Spremberger Rathaus, der Cantdorfer Frank Jannack und Stradtsprecher Alexander Adam (l.)
Geschichtsinteresse geballt: Stephanie Tonke, die Archivarin im Spremberger Rathaus, der Cantdorfer Frank Jannack und Stradtsprecher Alexander Adam (l.) FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Spremberg. Über das Spremberger Bürgerbüro geht es zu Stadtarchivarin Stephanie Tonke. Die Zahl der Leseplätze ist auf drei begrenzt.

Der Besuch des Stadtarchivs im Spremberger Bürgerhaus lohnt sich besonders an den Dienstagen. „3,50 Euro kostet die persönliche Einsichtnahme in Archivalien am Tag – egal ob die Besucher 20 Minuten in alten Akten lesen oder mehrere Stunden“, sagt Alexander Adam, der Pressesprecher der Spremberger Stadtverwaltung. Und da das am Dienstag von 9 bis 12 und nach der Mittagspause von 13 bis 17.30 Uhr möglich ist, seien die 3,50 Euro gut angelegt.

Doch die Leseplätze an Tisch in ihrem Büro seien begrenzt, warnt Stephanie Tonke, die Stadtarchivarin. Drei Plätze hat sie dort. „Sind die Akten groß, reicht der Tisch nur für zwei“, erklärt sie.  Zeitungen ab 1945 lagern in 130 Zeitungsbänden, 3000 Fotografien, 350 Pläne.  Derzeit müssen Besucher, die sich für eine Thema interessieren und Akten bestellen, bis zu zwei Wochen auf den Lesetermin warten. Den Zugang zum Archiv, so Adam, finden die Besucher übers Bürgerbüro. „Dafür müssen sie in der Regel auch eine Nummer ziehen“, sagt Adam. Die Benutzung muss beantragt werden, Stephanie Tonke hat die Antragsformulare, die auch auf die Benutzungsordnung des Spremberger Stadtarchivs verweisen.

Neben historisch interessierten Schülern, Studenten, Vereinsmitgliedern und ehrenamtlichen Geschichtsschreibern kommen Spremberger, die zur Geschichte ihres Hauses mehr wissen wollen. In alten Karten sind zum Teil die Hausnummern noch eingezeichnet. Alte Bürger- und Adress-Bücher geben Informationen zu einstigen Bewohnern. Personenstandsunterlagen werden seit dem Jahr 1874 gesammelt, erklärt Stephanie Tonke. Familienforscher rufen an und einstige Einwohner, die noch einen Beleg über einen ehemaligen Arbeitsort benötigen.  

Auch um Abschriften aus Archivalien wird das Archiv gebeten. Jede angefangene halbe Stunde, die fürs Abschreiben benötigt wird, kostet 21 Euro. Und bearbeitet sie Archivanfragen schriftlich, kostet jede angefangene Viertelstunde 9 Euro. Und klar, Kopien kosten auch Gebühren. Montags hat das Archiv von 9 bis 12 Uhr, donnerstags von 9 bis 12 und von 13 bis 15 Uhr Sprechzeit.