(dbo) Die Teilnehmer beim Skatturnier am zurückliegenden Samstag kamen aus Cottbus, Hoyerswerda, Uhyst, Weißwasser, Forst, Senftenberg und Spremberg. Sogar aus Görlitz, aber auch aus Dresden konnten Skatfreunde begrüßt werden. Der älteste Mitstreiter war der fast 85-jährige Karl-Heinz Micklitza aus Krauschwitz. Und auch die Frauenwelt mit 11 Vertreterinnen fühlte sich im Leag-Kulturhaus wohl.

Jürgen Kobus aus Spremberg organisiert seit vielen Jahren die traditionellen Turniere in Schwarze Pumpe, die zweimal jährlich stattfinden. „Dieses Turnier hat sich bereits einen festen Termin unter den Skatspielern in der Lausitz und auch über die Landesgrenze hinaus erobert“, so Kobus.

Skat ist Rechen- und Ausdauersport

Als Spielewart fungierte abermals Heinz Scheliga aus Spremberg. Scheliga, der in Schlesien geboren wurde, spielt seit über 65 Jahren Skat. Seine Oma hatte es ihn einst, als er 12 Jahre alt war, nach der Flucht aus Schlesien im Zweiten Weltkrieg in Friedrichshein beigebracht. Skat sei ein Rechen- und Ausdauersport und habe was mit Ausdauer zu tun, so Heinz Scheliga, der früher auch als Landfilm-Vorführer in fast allen Dörfern des Altkreises Spremberg Kino machte und als Kopiendispatcher arbeite.

Überhaupt sind viele der Skatspieler, die ihr Hobby meist schon seit Jahrzehnten fröhnen, nicht mehr die Allerjüngsten. So um die 75 und 80 Jahre sind etliche Spieler alt. Die mit knapp 50 Jahren
„jungen“ Skatfreunde haben somit also noch ein langes Skatleben vor sich. Eine noch jüngere Zielgruppe daraufhin anzusprechen ist schwierig, beteuert Scheliga. „Statt Skatkarten halten die lieber ihr Smartphone in den Händen“. Um überhaupt bei den vordersten Plätzen mitzumischen, heißt es beim Skatspielen, jederzeit aufzupassen. Kopfarbeit spielt da schon eine große Rolle.

Hat man auf Deutsch gesagt, ein „Scheiss-Blatt“ bekommen, ist im Spielverlauf nicht mehr allzuviel rauszuholen. Ich bin kein perfekter Skatspieler, kein Profi, aber auch kein Anfänger, erzählt ein Turnierteilnehmer. „Mir gefällt das Spiel an sich.“

Nach Stunden steht der Gewinner fest

Nach mehr als fünf Stunden stand der Gewinner endlich fest: Der Wanderpokal geht in diesem Jahr nach Sedlitz bei Hoyerswerda. Lars Heppner ist der Sieger des 32. Skatturnieres um den Wanderpokal der Lausitzer Braunkohle. Sein Name wird nun als aktueller Sieger in den glänzenden Pokal eingraviert. Platz zwei belegte Thomas Mikulcak aus Hoyerswerda, gefolgt von Antje Kunz aus Cottbus.

Bereits am kommenden Sonnabend geht es in die nächste Runde, denn dann startet das größte Skatturnier der Region: in Cottbus. Die Wohnungsbaugenossenschaft „eG Wohnen“ lädt dazu in die Messehallen Cottbus, Vorparkstraße 3 ein. Ab 8.30 Uhr ist Einlass, das Turnier beginnt um 9.30 Uhr. Gespielt werden 3 mal 48 Spiele nach der internationalen Skatordnung. Die
Spielzeit pro Serie beträgt zwei Stunden und zehn Minuten. Dem Turniergewinner winken 1000 Euro Siegprämie. Schon am 18. Januar 2020 wird dann zum 33. Skatturnier um den Wanderpokal der Lausitzer Braunkohle in Schwarze Pumpe eingeladen.