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Spremberg
Türkendorfer starten die Zamper-Saison

Am Samstagmorgen gingen die Türkendorfer auf Zampertour mit vier Musikern – ein Mix aus dem Spremberger und Hornower Posaunenchor.
Am Samstagmorgen gingen die Türkendorfer auf Zampertour mit vier Musikern – ein Mix aus dem Spremberger und Hornower Posaunenchor. FOTO: Arlt Martina
Türkendorf. Mitglieder aus Posaunenchören begleiten die bunte Truppe auf ihrem Weg durchs Dorf.

Die Türkendorfer sind immer die Ersten im neuen Jahr, die sich zum Zampern versammeln. Treffpunkt ist bei Ute und Frank Radtke in Türkendorf-Ausbau. Dort dampft bereits vor dem Start und gibt es noch ein Ständchen. Die Zamper-Crew klappert mehr als 50 Grundstücke des Dorfes ab. Jeder ist mit einer Kasse ausgestattet und außerdem schlummert in dem Tross noch eine Hauptkasse. Die Gruppe wird  überall herzlich empfangen, in einigen Familien werden belegte Brote, Glühwein und Süßigkeiten angeboten. Im Gegenzug haben die Zamperer leckere Schnäpschen in ihrem Bollerwagen. Mehr als 100 Eier kommen dann zusammen, die die Türkendorfer meist von ihrem eigenen Hof spendieren.

In diesem Jahr wurde die Tour durch Musiker begleitet, die aus den Posaunenchören Spremberg und Hornow stammen. Für sie grenzt so eine Zampertour an Schwerstarbeit. Besonders schwierig wird bei sehr kalten Temperaturen. Dann müssen die Blasinstrumente immer wieder am Ofen „aufgetaut“ werden.

Die Zampertour in Türkendorf ging am Samstag mit einem zünftigen Eieressen zu Ende, das  Kathrin Koschker und Christel Karraß im Dorfgemeinschaftshaus vorbereitet hatten. Das eingezamperte Geld wird in Türkendorf übrigens für das Grillfest mit Vogelschießen der Feuerwehr eingesetzt, das immer am ersten Samstag im  September stattfindet.

„Zampern und Grillfest sind sozusagen die Höhepunkte in Türkendorf im Jahr“, sagt Martina Schuhmann. „Das ist immer wieder eine gute Gelegenheit, sich wiederzusehen. Besonders beim Zampern treffen wir wieder einmal alle Einwohner. Auch die Bewohner empfangen uns gern und schauen oft, was aus den Kindern geworden ist.“