Frank Kuhlee, Kultur- und Sportamtsleiter, zeigte sich vor allem traurig darüber, dass er erst aus der Zeitung davon erfahren habe. „Wäre die Stadtverwaltung gleich informiert worden, hätten wir eher eingreifen und helfen können. Auch wenn diese Kita einem freien Träger gehört, fühlen wir uns als Stadt doch verantwortlich.“
Diagnostiziert worden war der Fall von offener Tuberkulose bei einer 19-jährigen Frau kurz vor Weihnachten. Sie war über eine Maßnahme der Hartz -IV-Behörde vermittelt worden und im hauswirtschaftlichen Bereich der Kita des Vereins „Katholische Elternschaft Spremberg“ (KESS) tätig, soll aber auch mal beim Anziehen der Kinder geholfen haben. 19 Tage, so wusste die Stadtverordnete Marion Kellner (parteilos) am Mittwochabend im Ausschuss zu berichten, habe die junge Frau dort gearbeitet und hatte ein Attest vom Arzt gebracht, das besagte, dass alles in Ordnung sei, und das die Tätigkeit in der Kindereinrichtung erlaubte. Sie wäre aber während ihrer Tätigkeit krank und in ärztlicher Behandlung gewesen. „Der Fall muss ausgewertet und alles noch einmal abgecheckt werden, um herauszufinden, wo hier die Lücke war“ , forderte Marion Kellner. Rita Richter, Leiterin der Spremberger Außenstelle der Hartz-IV-Behörde, bestätigte, dass es auch jede andere Kita in Spremberg hätte treffen können - je nachdem, wo Helfer gebraucht würden. (ani)