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| 02:36 Uhr

Trübes Regenwetter kann die Laune der Schlittenhunde-Sportler nicht trüben

Zum ersten Mal waren auch Holländer in Spremberg am Start wie Ellen de Hoogh, die mit ihrem Mann Rob und den sieben Hunden am Ammersee bei München lebt.
Zum ersten Mal waren auch Holländer in Spremberg am Start wie Ellen de Hoogh, die mit ihrem Mann Rob und den sieben Hunden am Ammersee bei München lebt. FOTO: mat1
Spremberg. Vom trüben und regnerischen Wetter haben sich die Schlittenhundefreunde beim 22. Rennen in Spremberg nicht beeindrucken lassen. mat1

Bereits am Freitagabend trafen die Teilnehmer aus ganz Deutschland mit ihren Wohnwagen und ihren Vierbeinern auf dem Platz an der verlängerten Bergstraße für drei Tage ein. Immerhin tummelten sich fast 500 Hunde auf der Wiese und konnten es kaum erwarten, dass es endlich auf die sechs Kilometer lange Strecke geht.

Erstmals Holländer dabei

Zum ersten Mal reisten Holländer zum Spremberger Rennen an. 1994 hat Ellen de Hoogh mit ihrem Mann Rob (beide 47 Jahre alt) die Leidenschaft für diese Hunderasse entdeckt. Sie besitzen sieben Schlittenhunde und waren in Spremberg mit Voice, Voque, Makya, Wizzard, Junior, Kila und Lele angereist. "Wir sind 600 Kilometer gefahren, um am Spremberger Rennen teilzunehmen. Es ist alles sehr gut organisiert und auch abends sehr gemütlich. Wir sind beruflich selbstständig und so liefern wir für das Rennen auch Pokale. Mit unseren Hunden trainieren wir viermal wöchentlich. Es macht uns großen Spaß, wunderbar, mit Tieren unterwegs zu sein", sagt Ellen de Hoogh.

Spremberg sind Super-Gastgeber

Als Super-Gastgeber zeigten sich auch in diesem Jahr die Spremberger Husky-Freunde Carmen und Erhard Feickert. Sie hatten ihre Lieblinge namens Dollar, Dinar, Bugs, Nougat und Nabou dabei. Dabei erhielten sie auch von dem Gubener Hundefreund Andreas Pech bei der Vorbereitung der Streckenberäumung große Unterstützung. Der 59-jährige Gubener besitzt 14 Hunde: "Ein Husky ist kein Wachhund, er hat ein sehr gutmütiges Wesen. Doch er ist ein Rudeltier. So sollte diese Hunderasse nicht allein aufwachsen, mindestens zwei Tiere sollten es schon sein. Für alle Tiere, die hier starten, müssen die Hundehalter Gesundheitszeugnisse vorweisen, um keine Krankheiten hineinzubringen", sagt Andreas Pech. Schneerennen seien natürlich die Höhepunkte. Unter null Grad seien auch günstige Temperaturen für die Hunde. Aber er räumt auch ein: "Natürlich machen Hunde auch Arbeit. Es ist mittlerweile für mich schon kein Hobby mehr, es ist eine Lebenseinstellung. Doch es gibt immer wieder so tolle Momente mit den Hunden, wo man für die Arbeit entschädigt wird. Das kann man mit Worten nicht beschreiben", fügt er hinzu.

Zu den Startern aus der Region gehörte am Wochenende auch Ronny Liebsch aus Milkersdorf.

Startklassen auch für Kinder

Besonders für die Musherkinder sind solche Rennveranstaltungen ein großer Anziehungspunkt. Denn sie können schon mit zwei Jahren auf einem Gespann Platz nehmen. Diese Kategorie geht bis zwölf Jahre. "Wir müssen natürlich auch für Nachwuchs in dieser Branche sorgen. So dürfen auch die Musherkinder starten. Die ganz Kleinen kommen schon mal in den Schalensitz und mit Helm sowieso. Dann werden sie von den Eltern durch den Trail chauffiert", erzählt Andreas Pech. Die größeren Kinder sind dann mit ein oder zwei Vierbeinern unterwegs. Das ist schon immer etwas Besonderes für die Musherkinder

Musherabend mit Linedance

Sehr beliebt ist immer wieder am Samstagabend der Musherabend, wo sich alle Teilnehmer in gemütlicher Runde im Festzelt treffen. Dann gibt es ein Line-Dance-Crash-Kurs als Schnupperkurs für alle.

Organisiert wurde das Rennen am vergangenen Wochenende vom Lausitzer Sportverein reinrassiger Schlittenhunde. An den Start gingen Tiere in den Schlittenhunderassen Siberian Husky, Alaskan Malamute und Samojede. Gewertet wurde in zwölf Kategorien.

Die Moderation übernahm in diesem Jahr Huskyfreund André Hannemann aus Lübben, der mit seinen Hunden Wolf und Sid angereist war.