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| 01:31 Uhr

Trotz Meisterschaftssieg kein Aufstieg des SV Energie

Wolfgang Rutenberg vom Regional-Spielausschuss übergibt den Meisterpokal an Stephanie Szerement. Foto: Steffen Beyer/sby
Wolfgang Rutenberg vom Regional-Spielausschuss übergibt den Meisterpokal an Stephanie Szerement. Foto: Steffen Beyer/sby FOTO: Steffen Beyer/sby
Cottbus. Die Volleyballerinnen des SV Energie Cottbus haben es wieder geschafft: Am Samstag nahmen sie den Meisterpokal der Regionalliga Nord/Ost entgegen. Theoretisch ist für die sportlichen Damen damit der Aufstieg in die zweite Liga in Sicht - Trainer Marcus Crüger aber winkt ab.

“Wir haben uns gegen den Aufstieg entschieden„, sagt er. Das habe zwei Gründe: Zum Einen müsse der Verein gleich fünf Spielerinnen in den “Volleyball-Ruhestand„ verabschieden. Neben beruflichen Plänen und dem zeitintensiven Start in ein Studium sei die Familienplanung ausschlaggebend für das Ende der Karrieren im Turniersport.

Zum Anderen ist der SV Energie laut Crüger nicht in der Lage, die hohen finanziellen Anforderungen der zweiten Bundesliga zu stemmen. “Derzeit bringen wir 5000 bis 8000 Euro auf. In der Lizenzliga kämen locker 50 000 bis 80 000 Euro auf uns zu„, erklärt der Coach.

Satt der zweiten peilt er daher die geplante dritte Liga an, die in der Saison 2012/13 erstmals an den Start gehen soll. Ob der SV Energie von Beginn an dabei sein wird, ist allerdings noch unklar. “Jugendliche sollen die Plätze der fünf Spielerinnen, die uns verlassen, auffüllen„, sagt Crüger. Ziel sei daher erstmal, die neuen Talente professionell aufzubauen und den Klassenerhalt in der Regionalliga zu schaffen.

“Wir werden die fünf Volleyballerinnen mit Wehmut verabschieden„, sagt Crüger schon jetzt. “Aber die Zukunft bringt uns auch Freude über neue Herausforderungen.„ amh