Aber weil Wochenende war und das Wetter schön, kamen die Stangenbohnen trotzdem in die Erde. Bis jetzt war das kein Fehler. Aber dann waren da noch die Tomaten. Voriges Jahr hatte ich es geschafft, sie akkurat an einem Maientag zu pflanzen, dem eine eisheilige Nacht folgte. Die Pflänzchen krepelten den ganzen Sommer vor sich hin. Dieses Mal wartete ich schön die unselige Gefolgschaft der Heiligen ab. Just am Sonnabend kamen unsere drei Tomatenpflanzen in die vorbereitete Gartenerde. Kalt wurde es den dürren Pflänzchen in den vergangenen Tagen nicht. Aber die superwindigen Abendstunden mit dem peitschenden Regen setzten ihnen arg zu. Die Tomatenernte scheint damit wieder in weite Ferne gerückt. Mein Mann brachte nun vorsorglich Tomaten aus dem Supermarkt mit - als Trost für potenzielle Ertragsausfälle.