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Trommeln für Takt und Tempo

Freude bei den Spremberger Silberpfeilen vom Autohaus Cottbus über Sieg. Enttäuschung bei den "Why Kings".
Freude bei den Spremberger Silberpfeilen vom Autohaus Cottbus über Sieg. Enttäuschung bei den "Why Kings". FOTO: Anja Guhlan/ang1
Spremberg. Drachenbootrennen beim Sommerfest der Spremberger SG Einheit wieder ein Höhepunkt. Die Silberpfeile gewinnen den Wettbewerb. Anja Guhlan / ang1

Fast 400 Hobbypaddler sind in 18 Booten am Samstagnachmittag in der Nähe des Spremberger Bootshauses an den Start gegangen. Bei angenehmen Temperaturen lieferten sie einander einen Wettbewerb auf der Spree.

Bereits zum zehnten Mal richtet die Kanu-Abteilung der Spremberger Sportgemeinschaft Einheit ein Drachenbootrennen aus. Innerhalb von nur 26 Stunden waren die 18 Startplätze beim diesjährigen Rennen ausgebucht, berichtet Hauptorganisator Göran Winter von der Abteilung Kanu, der selbst seit dem Jahr 1978 den Kanuten angehört. Mehr als fünf Mannschaften schafften es nicht in den Wettbewerb. "Wir können maximal 18 Boote während der Wettbewerbszeit ins Wasser lassen", meint Winter mit Bedauern. Dennoch zeigt es den hohen Stellwert dieser Veranstaltung, das vor zehn Jahren einst als kleines Vereinsfest begann und sich über die Jahre prächtig entwickelt hat.

Am Samstag gingen schließlich ab 13 Uhr Teams mit Namen wie "Wasserpatscher" vom Tagebau Welzow Süd, "Spremberger Silberpfeile" vom Autohaus Cottbus, die "Stadtdrachen" von der Stadtverwaltung Spremberg oder die "Wellenmacher" von Dunapack an den Start. Vier Boote standen zur Verfügung. Mit Erfahrung, Kraft und Takt hieß es dann in zwei Vorläufen und den Finalläufen sich zum Sieg zu kämpfen.

Rund 50 Helfer waren während des Sommerfestes im Einsatz. Ob beim Start, beim Zieleinlauf, beim Zeitmessen, an den Versorgungsständen oder im Hintergrund. Sie alle ließen das Sommerfest für die zahlreichen Besucher zu einem Erlebnis werden.

Zum fünften Mal beim Drachenbootrennen mit dabei ist das Team der "Roten Garde". Die vorrangig jungen Frauen der Abteilung Turnen der SG Einheit wollen auch in diesem Jahr mal wieder einen Sieg erringen. "Unsere Spremberger Funken haben in diesem Jahr hart trainiert. Einmal wöchentlich beim Turnen und einmal intensiv auf dem Wasser", berichtet Tanztrainerin Dorit Neumann. Die "Rote Garde" konnte sich im Jahr 2013 den ersten Platz einheimsen. Die Jahre darauf reichte es lediglich für die Plätze zwei und sechs.

Zum ersten Mal treten hingegen vier Teams an. Darunter der Abiturjahrgang 2018 als "Radau Dampfer" und die "Blutsauger" vom DRK Kreisverband Niederlausitz. Wie Teamcaptain Kathleen Ladwig vom DRK verrät, ist das Ziel auf keinen Fall Letzter zu werden. "Spaß und die Stärkung des Teams stehen jedoch im Vordergrund", meint sie. Auch die Gymnasiasten rechnen sich keinen ersten Platz aus, dafür fehle es dem jüngsten Team noch an Erfahrung. "Aber wir wollen das am Gymnasium schon zur Tradition werden lassen. Wir hoffen das sich darauffolgende Jahrgänge auch bewerben und hier mit in den nächsten Jahren an den Start gehen", sagt Adrian Wende.

Am Ende konnte es nur einen Sieger geben: Die "Spremberger Silberpfeile" vom Autohaus Cottbus schafften es mit 0:56,87 Minuten ins Ziel und sicherten sich den Sieg. Die bisherigen Titelverteidiger - die "Fliegenden Drachen" der Leag mussten den Wanderpokal in diesem Jahr weiterreichen. Sie erreichten den siebenten Platz.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Drachenbootrennens wurde auch der letzte Platz mit der "Roten Laterne" prämiert. Darüber freuten sich die "Lustigen Hühner" sehr.

Neben dem Wettbewerbsgeschehen konnten auf dem Vereinsgelände der Sportgemeinschaft noch zahlreiche andere Stände wie das Kinderschminken, Ballonmodelage, eine Hüpfburg, eine Bastel- und Malstraße vom Bergschlösschen, Armbrustschießen mit dem ATZ Welzow, die Feuerwehr oder das Papierschröpfen mit der Papierfabrik entdeckt werden.