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Trinkwassergebühr steigt leicht an

Spremberg. Bis auf eine Ausnahme behält der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband (SWAZ) seine Gebühren im Jahr 2017 bei. Eine dreiköpfige Familie mit einem Trinkwasserverbrauch von ungefähr 100 Kubikmetern im Jahr muss sich demnach auf zusätzliche Kosten von zehn Euro im Jahr einrichten. René Wappler

Denn die Mengengebühr dafür steigt von 1,49 Euro netto auf 1,58 Euro pro Kubikmeter. Wie Verbandsvorsteher Bernd Schmied mitteilt, profitiert der SWAZ zwar von höheren Erträgen und grundsätzlich sinkenden Kosten. Diesem Trend stehen jedoch wachsende Betriebskosten gegenüber, ein sinkender Umsatz und gebührenfähige Steuern. "Aufgrund stabiler Verhältnisse wurde der SWAZ im Trinkwasserbereich ab dem Jahr 2006 gewerbesteuerpflichtig", berichtet Bernd Schmied. Daraus resultierten nach seinen Worten Steuernachzahlungen von mehr als 500 000 Euro für die Haushalte der verbandsangehörigen Kommunen.

Die wirtschaftliche Lage des SWAZ gestaltet sich unterdessen sowohl in der Spremberger Region als auch in Döbern "gut und auskömmlich": Dies gab der Verbandsvorsteher in dieser Woche während der Jahreskonferenz im Unternehmen bekannt. Eine Treuhandgesellschaft aus Chemnitz habe den Jahresabschluss für 2015 geprüft und die Geschäftsführung entlastet. Mit dem Beschluss der Gebühren werde nun auch der Weg für den Wirtschaftsplan des Jahres 2017 frei. Über ihn wollen die Mitglieder der Verbandsversammlung voraussichtlich am 30. November 2016 befinden.

Laut Satzung obliegt dem Verband die Aufgabe, die Versorgung mit Wasser zu sichern und das schadlose Ableiten und Behandeln von Abwasser entsprechend den Vorschriften des Brandenburgischen Wassergesetzes vorzunehmen. Dazu gehört auch der Betrieb vorhandener Anlagen sowie die Planung und der Bau neuer Anlagen.

Zum Gebiet des SWAZ zählen neben den Städten Spremberg, Döbern und Welzow die Gemeinden Neuhausen, Felixsee, Spreetal, Groß Schacksdorf-Simmersdorf, Jämlitz-Klein Düben, Neiße-Malxetal, Tschernitz und Wiesengrund.