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| 15:01 Uhr

Trinkwasser
Trinkwasser wird nun wöchentlich kontrolliert

Schwarze Pumpe. Weil im Trinkwasser aus dem Wasserwerk Schwarze Pumpe des Bergbaubetreibers Leag erhöhte Epichlorydrit-Werte gemessen wurden, kontrolliert das Gesundheitsamt des Landkreises Spree-Neiße nun wöchentlich. Das Wasser wird an Wasserverbände und -versorger in Weißwasser, Hoyerswerda, Senftenberg und Spremberg geliefert. Von Annett Igel-Allzeit

Ein Epichlorhydrin-Gehalt von bis zu 0,000645 Milligramm pro Liter im Trinkwasser ist unbedenklich – zumindest für eine bestimmte Zeit. Das bestätigt Dr. Sven Sondergeld, Amtsarzt und Leiter des Fachbereiches Gesundheit des Landkreises Spree-Neiße. Das Gesundheitsamt, das das Trinkwasser aus Schwarze Pumpe bisher alle drei Monate untersuchen ließ, hatte festgestellt, dass der Epichlorhydrin-Wert über den 0,0001 Milligramm pro Liter liegt, die die deutsche Trinkwasserverordnung als Grenzwert festlegt. Die Leag wurde daraufhin aufgefordert, die Ursache zu erforschen. Um die Versorgung der Verbraucher weiter zu gewährleisten, hat das Gesundheitsamt den  Epichlorhydrin-Grenzwert fürs Wasserwerk bis zum 31. Oktober auf 0,000645 Milligramm pro Liter angehoben.  „Der von uns festgelegte Höchstwert für die Übergangszeit orientiert sich an den bisherigen Befunden. Der Wert liegt deutlich unter dem gesetzlich vorgegebenen Maßnahmenhöchstwerten für Säuglinge und Kleinkinder von 0,003 Milligramm beziehungsweise  für die Allgemeinbevölkerung von 0,007 Milligramm pro Liter, die wirklich nicht überschritten werden dürfen“, sagt Amtsarzt Sondergeld. Die Kontrolluntersuchungen im Wasserwerk Schwarze Pumpe würden nun wöchentlich durchgeführt. Wasserverbände und -versorger in Weißwasser, Hoyerswerda, Senftenberg, Spremberg und im Industriepark Schwarze Pumpe selbst nutzen das Trinkwasser für ihre Kunden.