ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:01 Uhr

Spremberg
Die Dynamik am Start

Das beste Ironman-Alter soll bei Mitte 30 liegen. Der  28-jährige Triathlet Sören Lehmann kann also noch einige Jahre trainieren.
Das beste Ironman-Alter soll bei Mitte 30 liegen. Der 28-jährige Triathlet Sören Lehmann kann also noch einige Jahre trainieren. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Der Triathlet Sören Lehmann wünscht Spremberg mehr Rennen.

Das erste Spremberger Rundstreckenrennen für Radsportler durch die Ortsteile Weskow, Sellessen und Haidemühl am vergangenen Sonntag hat der Triathlet Sören Lehmann genossen. „Nur zehn Minuten mit dem Rad zum Wettkampfort und Heimvorteil – das war mal schön“, gesteht der 28-Jährige. Sonst muss er vor seinen Rennen das Auto packen, sein Fahrrad gut sichern und hoffen, dass ihn kein Stau aufhält. Seit Jahren kann der Journalistikstudent von drei Sportarten nicht lassen: Laufen, Radfahren und Schwimmen. „Na ja, und Tischtennis spiele ich gern, aber das liegt in der Familie.“

Im Vorjahr kämpfte er sich auf dem Rad durchs Ötztal. Fünf Monate hatte er für den großen Radmarathon unter professioneller Anleitung trainiert. Neun Stunden und sechs Minuten dauerte sein Traumritt. Er überwand 238 Kilometer und 5500 Höhenmeter. Neue Ziele stehen: der 6. Strandräuber Ironman 70.3 im Jahr 2019 auf Rügen in Binz. „Und irgendwann fahre ich zur Ironman-Europameisterschaft – ein Muss. Aber im besten Alter soll ein Triathlet mit Mitte 30 sein. Da habe ich noch einige Jahre Zeit zu trainieren.“

In diesem Jahr hat er sich unter die Fittiche des Schwimm-Europameisters Jan Wolfgarten begeben. „Ich will meine Kraultechnik verbessern“, sagt Sören Lehmann und lobt Sprembergs Freibad. „Die Bedingungen dort stimmen, und die Jahreskarte ist preiswert. Überhaupt hat Spremberg gute Trainingsbedingungen für uns Triathleten. Berge kann ich leider nicht her tragen. Aber es gibt einige Steigungen, und die Wege durch die Natur sind prima.“ Auch Seen probiert er aus. „Den Felixsee mit seinen Radwegen könnte ich mir sogar als Wettkampfort vorstellen“, sagt er.

Wie andere Amateursportler genießt er die familiäre Atmosphäre der Sport-Ereignisse in Sachsen, Brandenburg, Berlin. Der Spremberger Volkstriathlon gehört zu seinen jährlichen Terminen wie das Cottbuser 24-Stunden-Schwimmen oder die Rennen im Spreewald. Auch Sprembergs 24-Stunden-Schwimmen der Wasserwacht hat er schon durchgestanden. Anfang August badete er gleich zweimal in der Havel. Zuerst in Brandenburg beim Brückenschwimmen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). „Dort wurde uns Lust gemacht, auch zum Inselschwimmen um die Freundschaftsinsel in Potsdam am 11. August zu starten.“ Das hat er durchgezogen und sich den zweiten Platz in seiner Altersklasse über 1700 Meter gesichert.

„Eigentlich schaue ich nicht so auf die Platzierung. Wichtig ist doch, gut durchzuhalten. Mitten drin erwacht dann allerdings doch so ein kleiner Wettkampfgeist.“ Beim Spremberger Rundrennen wollte er mit dem Hauptfeld der Radsportler mithalten. „Das habe ich als Triathlet geschafft. Und ich mag die Dynamik am Start. Ohne Berührungen geht das im großen Starterfeld nicht ab. Wie ein großer Kegel strebten die Schwimmer in der Havel auf die erste Brücke zu“, so Sören Lehmann.

Er hat registriert, dass das Radrennen am Sonntag als erstes Spremberger Rundrennen bezeichnet wurde. „Ich hoffe, es wird weitere geben. Auch mit Power durch die Innenstadt – verkehrt herum durch die Lange Straße – wäre toll. In Berlin zum Velothon war das ein Erlebnis.“ Die Kreisverkehre in Spremberg wären eine zusätzliche Herausforderung. „Sie sind zwar nicht schwerer zu fahren, aber man muss sich – besonders im Pulk – konzentrieren.“ Ein Unfall im Kreisel in Haidemühl sorgte beim Rennen am Sonntag für einige Schrecksekunden. 

Sören Lehmann trainiert jetzt verstärkt das Kraulen. Platz 2 sicherte er sich beim Inselschwimmen in Potsdam.    
Sören Lehmann trainiert jetzt verstärkt das Kraulen. Platz 2 sicherte er sich beim Inselschwimmen in Potsdam.   FOTO: DLRG / DLRG OG Potsdam e.V.