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| 02:36 Uhr

Trebendorfer Jugend findet prominente Helfer

Für den Wiederaufbau ihres Jugendclubs und Freizeittreffs holen sich die Trebendorfer immer wieder potenzielle Partner und Helfer an den Tisch und auf die Baustelle, so wie beim Jugendforum.
Für den Wiederaufbau ihres Jugendclubs und Freizeittreffs holen sich die Trebendorfer immer wieder potenzielle Partner und Helfer an den Tisch und auf die Baustelle, so wie beim Jugendforum. FOTO: Christian Müller
Wiesengrund. Das bekommen wir wieder hin, wir packen alle mit an. Das hatten sich Dorfjugend und Dorfgemeinschaft nach dem Brand im Jugendclub in der Nacht zum 24. Dezember 2014 gesagt. Da saß allen der Schreck noch tief in den Gliedern. Beate Möschl /

Aus dem Schrecken wurde Tatkraft - die eingeschworene Dorfgemeinschaft erfährt seit dem unverschuldeten Brandschaden, der die Clubräume auf dem Sportplatz zerstörte, viel Solidarität. Und die braucht sie auch, denn so schnell, wie der Vorstand des Jugendclubs, der Dorfclub und Ortsvorsteher Reiner Brauer es sich gewünscht hatten, gelingt der Wiederaufbau des Jugendclubs und des ebenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Mehrzweckraums nicht. Erst kurz vor Jahresende 2015 stand fest, dass die Versicherung sich am Wiederaufbau beteiligen wird - unter Auflagen. In der Gemeindevertreterversammlung war schon Anfang Februar 2015 der Grundsatzbeschluss gefasst worden, den Sport-, Jugend- und Freizeittreff am Sportplatz in Trebendorf wieder aufzubauen - im Rahmen der von der Versicherung zur Verfügung gestellten Mittel. Zu der Gemeindevertretersitzung waren auch Mitglieder des Jugendclubs gekommen. Ihr Engagement und Elan ist seitdem auf eine harte Probe gestellt worden.

Sie sammelten Geld für den Wiederaufbau beim Zampern und auf einem Spendenkonto. Und sie packen an. Zum Beispiel bei der 48-Stunden-Aktion der Brandenburger Landjugend auf der zuvor beräumten Brandstelle. Durch eine gegen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gewonnene Wette hat die Dorfjugend nun 500 Euro mehr auf ihrem Spendenkonto. Im Dezember konnte die Trebendorfer Jugend bei einem Jugendforum auf dem Sportplatz die in Berlin lebende Comiczeichnerin Elke Renate Steiner begrüßen. Sie zeichnete das Jugendforum mit, zu dem Netzwerkpartner eingeladen waren, mit denen beraten wurde, wie es weitergehen kann. Neben Ortsbürgermeister Reiner Brauer waren Vertreter von Feuerwehr, Ortsbeirat und Dorfclub sowie Amtsdirektor Günter Quander vor Ort.

Das Projekt, unterstützt durch das Bundesprogramm "Demokratie leben! - Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit", kam genau zur richtigen Zeit. Denn die größte Herausforderung für alle Beteiligten ist, Geduld und Ausdauer zu bewahren.

Die ersten Angebote für Baufertigteile zum Wiederaufbau der Räumlichkeiten sind eingeholt und angefordert worden. "Mitte Januar wissen wir mehr. Dann können wir das weitere Vorgehen abstimmen", sagt Reiner Brauer, der sich so wie die Jugend wünscht, dass es vorangeht. "Es ist schwer alles am Laufen zu halten mit den Behelfsmöglichkeiten am Sportplatz."