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Spremberg
Touristinformation in Spremberg besteht Prüfung

Karin Hesse und Marco Wentworth haben die i-Marke des Deutscher Tourismus Verbandes für die Sprembergter Touristinformation erfolgreich verteidigt.
Karin Hesse und Marco Wentworth haben die i-Marke des Deutscher Tourismus Verbandes für die Sprembergter Touristinformation erfolgreich verteidigt. FOTO: Touristinfo
Spremberg. Nur für die Präsentation digitaler Angebote ist die Anlaufstelle im Bürgerhaus einfach zu klein.

Die Sprembegrer Touristinformation hat das rote „i“  des Deutschen Tourismus Verbandes für weitere drei Jahre verteidigt. Wie Marco Wentworth, Leiter der Touristinformation der Spremberger Land GmbH, schildert, hatte die Prüfung einen theoretischen und einen praktischen Teil. Nachdem sämtliche Mindestkriterien schriftlich abgefragt waren, entpuppte sich der praktische Teil als weiblich, Mitte 30 und ziemlich nett. „Sie kam Ende November und erzählte uns eine glaubhafte Geschichte: Sie komme aus Berlin, sei auf der Durchreise nach Dresden und wolle mehr über unsere Region wissen. Sie verließ uns nach einem guten Gespräch mit allerhand Infomaterial. Nach drei Minuten kam sie wieder, um uns zur bestandenen Prüfung zu gratulieren“, erzählt Wentworth. Er ist stolz aufs Ergebnis. „Wir liegen über dem Durchschnitt in Brandenburg – trotz des knappen Budgets und dem kleinen Team.“

In einem Bereich aber, so Wentworth, schwächelt die Spremberger Touristinformation: „In den Zeiten von Smartphone und Internet werden Flyer und gedruckte Kataloge durch digitale Angebote verdrängt. Ein multifunktionsfähiger Counter, der mit regionalen und überregionalen Datenbanken vernetzt ist und den die Gäste hier nutzen könnten, fehlt uns.“ Karin Hesse, Geschäftsführerin der Spremberger Land GmbH, hat solche Computerplätze – gemütlich an einem Tisch – schon gesehen. „In den modernen Tourist­informationen der Reisezentren ist das Standard“, sagt sie. Wentworth kann sich vorstellen, dass über diesen Zugang auch Informationen der Stadt und der Verwaltung abgefragt werden können. „Zu uns kommen auch Spremberger. Und wir sind erste Anlaufstelle für Menschen, die nach Spremberg ziehen oder sich für einen Umzug in die Lausitz interessieren“, so Wentworth.

Auf der Wunschliste habe die Spremberger Land GmbH so einen Counter seit anderthalb Jahren. Als Bürgermeisterin Christine Herntier vor wenigen Wochen auf dem Tresen der Touristinfo den neuen virtuellen Stadtrundgang präsentierte, zeigte das, wie sehr ein Counter zur Tourist­info gehört. Es fehlt nicht die Technik. „Sondern“, so Karin Hesse, „wir haben hier im Foyer keinen Platz dafür.“ Es müsste umgebaut werden.

Mit der Situation und den Problemen im Bürgerhausbeschäftigt sich die Stadtverwaltung. Seit einer außergerichtlichen Einigung über die Baumängel des vor zehn Jahren eingeweihten Hauses soll die Stadt das Recht haben, Veränderungen am Gebäude vornehmen zu können. Immer wieder fragen Stadtverordnete nach. Im Hauptausschuss am kommenden Montag könnte es bestenfalls im Bericht der Verwaltung Informationen zum Stand geben.